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Jens Erteld von den Plochinger Dampfbahnern braucht nicht lange zu überlegen, wenn man ihn nach dem besonderen Reiz seines Hobbys fragt. „Wir fahren mit echtem Dampf und echten Kohlen – das ist einfach klasse“, sagt der 63-Jährige.

Klasse finden die vielen Besucher auch das, was Jens Erteld zu den Dampftagen der befreundeten Dampfbahnfreunde Sindelfingen in den Sommerhofenpark mitgebracht hat. Der Nachbau einer amerikanischen Shay-Lok im Maßstab 1:3,3 wiegt satte 650 Kilogramm und ist damit das schwerste Stück auf dem Treffen, zu dem die Sindelfinger Dampfbahnfreunde rund 40 Dampfbahner aus dem Bundesgebiet, aber auch aus Belgien, Luxemburg und aus der Schweiz begrüßen.

Tobias Krause aus Rastatt ist diesmal der einzige Teilnehmer, dessen Lok auf der kleinsten, dreieinhalb Zoll breiten Spurweite fährt, alle anderen sind auf fünf oder siebeneinhalb Zoll Spurweite im Sommerhofenpark unterwegs.

Jens Erteld fährt auf zehn Zoll Spurweite. Das Vorbild für sein Schmuckstück wurde im Jahr 1915 gebaut, war nur 60 Zentimeter breit und im Feldbahnbetrieb eingesetzt: „Diese Loks mussten besonders enge Kurvenradien fahren, daher die besondere Art des Antriebs über außerhalb der Drehgestelle liegende Gelenkwellen und Kegelräder.“

Die Fachleute unter den Besuchern schnalzen beim Anblick der Shay-Lok mit der Zunge, alle anderen freuen sich darüber, mit einem schon optisch nicht ganz alltäglichen Gefährt einmal eine Runde durch den Park drehen zu können. Dass so ein Gefährt, ob komplett gekauft oder als Bau- oder Materialsatz erworben und selbst zusammengebaut, nicht billig ist, das ahnt man. „Da sind Stücke dabei, die den Gegenwert eines in Sindelfingen gebauten Mittelklassewagens haben“, sagt Armin Reitz, Vorsitzender der Dampfbahnfreunde Sindelfingen, die derzeit rund 35 Mitglieder haben.

Die Sindelfinger Dampftage sind in der Szene ein etablierter Termin. Man sei in diesem Jahr von Teilnahmewünschen fast überrannt worden, erzählt Armin Reitz: „Unsere Strecke durch den Sommerhofenpark ist beliebt und solche Treffen werden in unserer überschaubaren Szene gerne zum Austausch genutzt.“ Beliebt bei Fahrern wie beim Publikum sind auch die Nachtfahrten am Samstagabend. Reitz betont aber, dass die Dampfbahnfreunde nicht nur bei den Dampftagen einheizen, sondern von Ostern bis Oktober an jedem Sonn- und Feiertag ihre Züge durch den Sommerhofenpark fahren lassen. „Auf Anfrage fahren wir auch unter der Woche für Kindergärten oder andere soziale Einrichtungen.“

Info

Am nächsten Wochenende, 5. und 6. September, laden die Plochinger Dampfbahner zum Dampfspektakel ein. Mehr unter www.dampfbahner.org im Internet. Die Dampfbahnfreunde Sindelfingen sind unter www.dbf-s.de zu finden.

Darüber sprach die SZ/BZ mit Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer.

Wie fällt Ihr Fazit zur Biennale aus, nachdem der Hauptteil gelaufen ist?

Dr. Vöhringer (Bild: z): „Überaus positiv. Wir hatten 13 ausverkaufte Jedermann-Vorstellungen, sehr gut besuchte Konzerte und Gesprächsveranstaltungen, und auch das Kunstprojekt in der Altstadt wird sehr gut angenommen und viel beachtet – bei den Führungen sind zum Teil über 100 Teilnehmer dabei.

Alles in allem hatten wir bisher rund 6000 Biennale-Besucher. Natürlich hat das Traumwetter seinen Teil dazu beigetragen – aber das Konzept der Biennale ist aufgegangen, und die Veranstaltungsorte Stiftsbezirk und Altstadt wurden hervorragend angenommen. Ich bin überzeugt, dass auch die jetzt noch folgenden Biennale-Veranstaltungen gut angenommen werden – die Architektur-Führung und der Kunstlied-Abend mit Johannes Held haben das ja schon gezeigt.“

Sind die Ziele, die sich die Stadt mit der Biennale gesetzt hat, erreicht worden?

Dr. Vöhringer: „Die Biennale ist ja noch nicht zu Ende, aber schon jetzt kann man sagen, dass die Ziele voll und ganz erreicht wurden. Es ist wieder gelungen, viele Menschen aktiv und als Zuschauer für Sindelfingen zu begeistern. Sindelfingen spezifische Themen haben der Biennale ein unverwechselbares Gesicht gegeben, und die Veranstaltungsorte haben die Menschen ins Herz unserer Stadt geführt.

Dafür gilt mein herzlicher Dank allen Mitwirkenden

Das, was wir uns als Nachhaltigkeit aus den guten Erfahrungen des Stadtjubiläums gewünscht haben, ist in der Biennale umgesetzt worden. Dafür gilt mein herzlicher Dank allen – überwiegend ehrenamtlich –Mitwirkenden, dem Projektleiter Horst Zecha, dem künstlerischen Leiter Frank Martin Widmaier und ihren Teams, die wieder ein großartiges Engagement eingebracht haben.“

Was war Ihr Highlight?

Dr. Vöhringer: „Es gab viele interessante und beeindruckende Veranstaltungen, zum Beispiel das Altstadtprojekt und die hiermit verbundenen Führungen, aber auch Konzerte oder Tanzveranstaltungen wie das Tanztheater bei der Martinskirche. Mein persönliches Highlight war aber – und das wird Sie nicht überraschen – die Aufführung des ‘Sindelfinger Jedermann’. Das war schon faszinierend vor der wunderbaren Kulisse unserer Martinskirche die herausragenden Schauspieler zu erleben. Hier wurde Stoff, der sich auf die Geschichte bezieht, aber doch hochaktuell ist, toll in Szene gesetzt.

Anonym wird die Tätigkeit von Frank Martin Widmaier hinterfragt und seine Arbeitsweise kritisiert. Wie sehen Sie die Arbeit des künstlerischen Leiters?

Dr. Vöhringer: „Ich bin der festen Überzeugung, dass anonyme Kritik der falsche Weg ist. Natürlich gibt es keine Veranstaltung, keine Großveranstaltung, und wahrscheinlich auch keine Person, an der nicht in irgendeiner Art und Weise Kritik geübt werden kann oder wird, aber gerade rund um die Biennale haben wir uns ja vorgenommen, den Diskurs und die Diskussion zu pflegen. Offene Kritik und Diskussion sind zulässig und auch durchaus willkommen, weil sie dazu dienen, Dinge weiter zu entwickeln. Wer etwas zu sagen hat, soll sich öffentlich zu Wort melden, und dann kann man darüber diskutieren.

Als künstlerischer Leiter steht Frank Martin Widmaier natürlich im Mittelpunkt des Geschehens und damit wohl auch der Diskussion. Er hat maßgeblichen Anteil am bisherigen Erfolg der Biennale und mit hohem, persönlichem Einsatz ein erfolgreiches Konzept entwickelt und umgesetzt.“

Auf anonyme Kritik reagieren wir nicht

Gibt es Konsequenzen aus dieser Kritik?

Dr. Vöhringer: „Auf anonyme Vorwürfe und anonyme Kritik reagieren wir nicht. Teil eines so großen Projektes ist es dennoch immer, das Erreichte noch einmal Revue passieren zu lassen. Demnach werden wir nach Beendigung der Biennale natürlich den ganzen Prozess nochmals reflektieren und auswerten. Soweit wir Fragen zur Arbeitsweise mit Herrn Widmaier zu besprechen haben, werden wir dies jedoch selbstverständlich persönlich und nicht in der Öffentlichkeit tun.

Wir haben viel Zuspruch für die Biennale bekommen

Wird es die Biennale auch in zwei Jahren geben?

Dr. Vöhringer: „Wir haben immer gesagt, dass wir am Ende des Veranstaltungszeitraums Bilanz ziehen werden und dann entscheiden, wie es weitergeht. Wir haben viel Zuspruch für die Biennale bekommen und auch persönlich habe ich viele begeisterte Rückmeldungen erhalten. Ich freue mich auch über die positiven Signale der Gemeinderatsfraktionen.

Die Grundidee der Biennale war ja – wie der Name schon verrät – alle zwei Jahre diese Veranstaltung durchzuführen, sicherlich immer wieder modifiziert. Wie, unter welchen Bedingungen und mit welchem Konzept, das wird noch zu klären und zu diskutieren sein – vor allem auch mit den Kulturfachleuten. Aber wenn es nach mir geht: Ich wünsche mir eine Biennale 2017.“

Die Nacht auf Montag war ein Schock für Martina und Dirk Erlenkamp. Nachdem ein Brandstifter ihren Imbisswagen vor dem Sindelfinger Bahnhof angezündet hatte (die SZ/BZ berichtete), steht das Ehepaar vor einem finanziellen Desaster. Da der Wagen nur auf Haftpflicht versichert war, ist von der Versicherung kein Geld zu erwarten. Die Tochter von Martina und Dirk Erlenkamp hat auf Facebook (www.facebook.com/presenceUniQee, oder Suche nach „Natoosh Erlosh“) eine Spendenaktion ins Leben gerufen, damit ihre Eltern einen neuen Imbisswagen kaufen können. Wer sich unterstützend an die Eheleute Erlenkamp wenden möchte, kann außerdem die E-Mail-Adresse dirk.erlenkamp@gmail.com kontaktieren.

– rost –/Bild: SDMG / Dettenmeyer

Solch eine Lese wie 2014 haben die Württemberger Wengerter nicht alle Tage: Nach einem feuchten Spätsommer musste es Schlag auf Schlag gehen, um der Gefahr von Fäulnis zu entgehen. Das schwierige Jahr soll aber der Qualität keinen Abbruch tun: Auch Topqualitäten für das Premiumsegment waren möglich, ansonsten lagen die Mostgewichte trotz der frühen Ernte im mehrjährigen Durchschnitt. Verantwortlich war dafür ein milder Winter mit einem frühen Vegetationsstart.

So dürfen sich die Weinfreunde auf frische Weißweine des Jahrgangs 2014 freuen. Körperreiche Rotweine des Jahrgangs schlummern derzeit noch in den Lagertanks und -fässern ihrer Reife entgegen. Deshalb stammen die meisten Roten auf dem Weindörfle aus den Jahrgängen 2012 und 2013. Doch es gibt auch junge Vertreter: So haben die Esslinger Weingärtner, die wieder dabei sind, beispielsweise einen 2014er Samtrot halbtrocken im Angebot, bei dem es nicht so sehr auf Gerbstoffe ankommt, als vielmehr auf die Frucht. Als Vertreter der Bioweine darf das älteste Öko-Weingut Württembergs, das Korber Weingut Schmalzried, nicht fehlen. Bio-Weine produziert auch das VDP Weingut Hohenbeilstein. Dort arbeitet die Familie Dippon nach Naturland-Richtlinien, während sich das Weingut Schmalzried dem biodynamischen Weinbau verschrieben hat.

Auch das Ochsenbacher Weingut Merkle ist wieder mit von der Weindörfle-Partie. „Wir waren überrascht, wie gut es bei unseren hiesigen Kunden angekommen ist, dass wir auch vor Ort waren. Wir hatten hohen Zuspruch und gute Gespräche. Auch haben wir dort neue Kundschaft gefunden, die uns mittlerweile auch schon im Weingut besucht hat“, sagt Anja Merkle. Das Weingut kann mit einer besonderen Weinkollektion aufwarten, vergoren mit selbst gezüchteten Hefestämmen aus dem Weinberg (die SZ/BZ berichtete). Und der Erfolg gibt Rückenwind dies weiterzuentwickeln. So trifft es sich, dass Sohn Sandro als frischgebackener Weinbautechniker in den elterlichen Betrieb eingestiegen ist. Thema seiner Techniker-Arbeit: „Wildhefen im Weinbau“.

Zum ersten Mal dabei ist neben den Weingärtnern Bad Cannstatt und dem Weingut Busch aus Dimbach auch die Familie Weihbrecht mit ihren Weinen. Das sind in dem traditionellen Familienbetrieb vor allem Riesling und Grauburgunder bei den Weißweinen, Lemberger, Trollinger und Spätburgunder bei den Roten und nicht zuletzt ein fruchtiger Schwarzriesling Weißherbst. Über kurz oder lang werden Sauvignon blanc und Chardonnay größere Bedeutung im Weingut bekommen: Simon Weihbrecht, Junior des Weinguts und unter den Top Five der Nachwuchswinzer dieses Jahres in der Republik, hat mit diesen beiden Sorten während seiner Wanderjahre in Neuseeland seine Leidenschaft gefunden.

Das Sindelfinger Weinhaus Singer & Leibfried präsentiert einerseits seine Sekte und vertritt andererseits das Collegium Wirtemberg aus Rotenberg und Uhlbach mit ihren zuletzt wieder hochdekorierten Weinen. Und: Wer keinen Wein mag oder eine Pause braucht, für den schenkt der Singer & Leibfried-Stand auch Bier von der Schönbuch Braumanufaktur aus. Getränke Service Kaiser aus Böblingen wird Weine der Felsengartenkellerei Besigheim mitbringen und edle Brände von Helmut Krauß aus Gültstein. Last not least sorgt die Metzgerei Lipp für die notwendigen warmen und kalten Weinbegleiter.

Ein Prost auf den Weingenuss beim zweiten Sindelfinger Weindörfle. Bild: Rawpixel/Fotolia, djama/Fotolia

Die SZ/BZ hat mit City-Manager Torben Schäfer über die neue Veranstaltungsreihe gesprochen.

Sifi Live Rock hat an vier Tagen in den Sommerferien den Marktplatz bespielt. Sind Sie mit dem Publikumszuspruch zufrieden?

Torben Schäfer: „Zufrieden wäre viel zu wenig. Ich bin total happy, dass die Leute diese Idee so toll angenommen haben. Das hatten wir fürs erste Mal nicht erwartet.“

Wie haben Sie die Stimmung auf dem Marktplatz erlebt?

Torben Schäfer: „Es war eine total entspannte, angenehme Feierstimmung. Auch die Rückmeldungen der Einzelhändler und Gastronomen waren sehr positiv. Das freut uns natürlich.“

Gibt es Ansätze für Verbesserungen?

Torben Schäfer: „Am ersten Abend gab es ja ein paar Startschwierigkeiten, die wir aber schnell lösen konnten. Am zweiten Mittwoch hatten wir einen weiteren Getränkestand und der Service war besser. Uns alle hat zugegeben der große Andrang etwas überrascht.“

Gibt es 2016 eine Neuauflage von Sifi Live Rock?

Torben Schäfer: „Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Der Versuchsballon ist jedenfalls prächtig geflogen und hat sein Ziel, die Innenstadt etwas aus dem Sommerloch zu holen, super erfüllt. Jetzt freue ich mich schon auf den Feuerabend am 11. September.“

So hat auch am gestrigen Mittwochabend das Sindelfinger Publikum das Angebot bereitwillig angenommen, einer Band zu lauschen, die bekannte Hits einer Band von Weltrang originalgetreu nachspielt. Diesmal waren die Iren von U2 das große Vorbild, dem „Tribu 2“ aus Österreich gehuldigt haben. Bei Hits wie „In the Name of Love“, „Sunday Bloody Sunday“, „One“ oder „Where the Streets Have no Name“ war die Stimmung auf dem Marktplatz sehr schnell ausgelassen.

Info

Die Bildergalerie wird im Laufe des heutigen Vormittags auf der SZ/BZ-Homepage hochgeladen.