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Am Sonntag, 1. Mai, ab 12 Uhr findet wieder traditionell das Mai-Hock und Jahrgangstreffen auf dem Wettbachplatz statt. Für gute Unterhaltung sorgt die Sindelfinger Band SmoOove mit Sängerin Diana Remón.

Die komplette Bewirtung des Mai-Hocks übernehmen die Gaststätten „Erdinger“ und die „Funzel“ am Wettbachplatz.

City Marketing Nachrichten

SZ/BZ Nachrichten

Es ist eines der größten Projekte für die Sindelfinger Bürgerstiftung. „Die Integration gehört zu unseren fünf Top-Themen“, sagt Dr. Joachim Schmidt, der Vorsitzende der Bürgerstiftung. Nicht erst im letzten Jahr, sondern schon seit 50 Jahren kommen ausländische Mitbürger nach Sindelfingen. Schon deshalb ist es für die Bürgerstiftung eine Selbstverständlichkeit für die Flüchtlinge, die in den letzten Monaten in die Stadt gekommen sind, „ein Klima des Vertrauens und der Hilfsbereitschaft zu schaffen“, so Joachim Schmidt.

Mit dem interkulturellen Musical-Projekt will die Bürgerstiftung mithilfe von Musik, Theater und Tanz zwischen den Bürgern der Stadt, den Kulturvereinen und den Flüchtlingen eine Verbindung und Begegnungen schaffen. 70 Teilnehmer aus 15 Nationen üben so seit Wochen ein bis zwei Mal in der Woche in der Sommerhofenschule unter der künstlerischen Leitung von Adrian Werum für das Musical.

Es sind bislang hauptsächlich die Flüchtlinge, die das Musical tragen. Deshalb hofft man bei der Bürgerstiftung, dass sich in den nächsten Wochen auch noch weitere Teilnehmer aus der deutschen Bevölkerung für das musikalische Projekt begeistern lassen. „Vor allem für den Chor können wir noch Mitstreiter gebrauchen“, sagt Adrian Werum.

Wer so begeistert ist wie Lola, der ist bei der „Sinfonie des Lebens“ genau richtig. Die Frau aus dem Kongo lebt schon seit 1985 in Sindelfingen, hat vier Kinder zur Welt gebracht („alle mit Kaiserschnitt“), lebt am Goldberg und ist bis heute in der Stadt geblieben, wo sie nach einer langen Reise aus Afrika zum ersten Mal ihren Koffer abgesetzt hatte. Ihre Mutter kam später ebenfalls nach Sindelfingen, hat bis zu ihrem Tod in der Pfarrwiesenallee gelebt und ist auf dem Burghaldenfriedhof beigesetzt.

Lolas Dankeslied an ihre neue Heimat („Sindelfingen ist mein Leben“) ist Teil des Musicals. Mit der Gitarre gespielte Erlebnisse oder gesungene Eindrücke über die Wege, die nach Sindelfingen führten – so hat Adrian Werum die „Sinfonie des Lebens“ konzipiert. Erlebnisse auf der Flucht und auf dem Weg nach Sindelfingen, das wird sich aus Sicht des Regisseurs wie ein „roter Faden“ durch das Musical ziehen.

„Ob nach dem Krieg auf der Flucht aus dem Sudetenland, Schlesien oder Preußen, ob in der Zeit des Wirtschaftswunders als Suchender nach einem besseren Leben aus Italien, Portugal oder der Türkei, oder heute über Tausende Kilometer von Syrien, Mali oder Afghanistan, oder vielleicht auch nur wegen der Liebe aus Nordrhein-Westfalen in den Süden gelockt: Jedes Leben hat seine reiche Geschichte mitgebracht und wartet darauf, es mit uns allen zu teilen“, sagt Adrian Werum über sein Drehbuch zum Musical.

Eine Kostprobe der „Sinfonie des Lebens“ haben 5000 Daimler-Mitarbeiter schon einmal genossen. Vor der Betriebsversammlung im Sindelfinger Werk gab es schon einmal zwei Stücke aus dem Musical. Mit großem Erfolg, wie Rüdiger Fürstenberger und Ulrich Weber, die das Projekt vonseiten der Bürgerstiftung leiten, stolz berichten. Die Daimler AG unterstützt die Integrationsprojekte der Sindelfinger Bürgerstiftung für die Jahre 2015 und 2016 mit jeweils 50 000 Euro.

Obwohl man jetzt mit Elan auf das Straßenfest, die Wassermusik und schließlich die Aufführung am Tag der Deutschen Einheit in der Stadthalle hinarbeitet – „es geht nicht nur um diese eine Veranstaltung“, sagt Dr. Joachim Schmidt. Die Bürgerstiftung will mit der „Sinfonie des Lebens“ und mit dieser vielfältigen kulturellen Ausprägung „eine positive gesellschaftliche Wirkung erzielen“.

Info

Wer mitmachen will, kann sich bei der Bürgerstiftung im Sindelfinger Rathaus, Telefon 0 70 31 / 94-800, melden.

Ulrich Fritz kommt immer noch gerne in das Gymnasium, in dem er im November 1966 als Studienassessor seine pädagogische Karriere begonnen hat. „Natürlich hat sich die Schule verändert, vor allem die Klassenräume sind viel bunter geworden. Das Gymnasium ist heute noch sehr lebendig“, sagt der Lehrer aus Aidlingen, der sich über Jahrzehnte hinweg für die Städtepartnerschaft zwischen Sindelfingen und Dronfield engagiert hat.

Das Pfarrwiesen-Gymnasium, 1966 mit einem sprachlichen und naturwissenschaftlichen Doppelprofil und dem zweiten Sprachlabor überhaupt in Nordwürttemberg eingeweiht, hat damals die „attraktivsten Wahlmöglichkeiten, die es im Land gab, geboten, erinnert sich Ulrich Fritz. In einem Gebäudekomplex nach großzügigem Sindelfinger Standard. „Der Kontrast zu der angestaubten Muffigkeit und abgewetzten Kargheit, die ich aus der eigenen Schulzeit und von meinen Ausbildungsschulen her kannte, hätte nicht größer sein können“, schreibt Ulrich Fritz in der Jubiläumsschrift, die beim Festakt am Donnerstag präsentiert wurde.

In letzter Minute fertig geworden ist zudem der Film, den Peter Carle über seine alte Schule gedreht hat. In kurzen Sequenzen skizziert der Filmemacher, der unter anderem das Sindelfinger Stadtjubiläum 2013 und die Biennale 2015 mit der Kamera begleitet hat, die Glanzlichter seines Gymnasiums. Dazu gehören der zweisprachige Abi-Bac-Zug, das Modell Naturwissenschaft und Technik, die Partnerschule für Europa, der Chemie-Unterricht in englischer Sprache und der islamische Religionsunterricht.

„Wir sind auf der Höhe der Zeit“, sagt Schulleiter Bodo Philipsen, der 2004 die Nachfolge von Karl Weiss (1988 bis 2004) und Heinz Hummel (1965 bis 1988) übernommen hat. Heute gebe es zwar kein Lehrschwimmbecken oder kein Sprachlabor mehr, aber das Gymnasium nehme die gesellschaftlichen Herausforderungen an.

Vergangenheit sind die „Schlampergebühren“ für Verlorenes oder die anarcho-syndikalistische Organisation für die Schülerzeitung Anfang der 1970er Jahre, die Schulreferentin Christina Schleuer aus den Archiven des Stuttgarter Regierungspräsidiums herausgekramt hat. Das Pfarrwiesen-Gymnasium sieht sich heute bewusst als „Schule ohne Rassismus“ und hat den Islam-Unterricht eingeführt.

„Wir haben mehr Muslime als Katholiken, 50 Prozent unserer Schüler haben einen Migrationshintergrund“, sagt Bodo Philipsen: „Unsere Schule spiegelt am besten das Bild der Stadt Sindelfingen wider. Wir sprechen nicht nur von Integration, sondern wir leben sie jeden Tag mit unseren Schülern, aber auch mit ihren Eltern.“

Der Schulleiter wagt einen Blick in die Zukunft: „In 25 Jahren wird das Pfarrwiesen eine Ganztagsschule sein, in der Schüler in unterschiedlichen Geschwindigkeiten ihr Abitur erreichen. Das Coaching-System wird wichtiger, wenn weiterhin Schüler aus bildungsfernen Schichten zu uns kommen.“

Für die Schülersprecherinnen Selin Öztürk und Suada Mullabazi hat Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer einen Scheck für die Kasse der Schülermitverwaltung mitgebracht, für das Gymnasium zwei neue Holzbänke aus dem Sindelfinger Wald. Der Rathauschef erinnert daran, dass das Gymnasium in seinen Hochzeiten, als Ulrich Fritz hier Englischunterricht gab, weit über tausend Schüler unterrichtet hat: „Heute ist der interkulturelle Aspekt sehr wichtig. Die Entscheidung, hier Islam-Unterricht anzubieten, halte ich persönlich für richtig. Der Dialog ist entscheidend.“

Nach den Tänzen von Schülergruppen mit Musik der letzten fünf Jahrzehnte wird es Bodo Philipsen noch einmal bange, als Professor Thorsten Bohl von der Universität Tübingen in seinem Festvortrag über die Rolle der Schulleitung spricht. „Eine gute Führung ist der Knackpunkt für eine gute Schule“, sagt der Wissenschaftler, sieht aber das Pfarrwiesen mit seinen vielen Aktivitäten und Modellprojekten auf dem richtigen Weg: „Egal, welche Schulreformen durchgesetzt werden, das Lernklima ist entscheidend. Für Schüler und für Lehrer.“

Ehrengäste beim Festakt: Sindelfingens Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer, Christina Schleuer vom Regierungspräsidium Stuttgart und Schulleiter Bodo Philipsen.

Schülerinnen des Pfarrwiesen-Gymnasiums tanzen sich durch 50 Jahre Schulgeschichte. Bilder: Mössinger+Brantsch

Ende April wird die Sanierung des Sport- und des Sprungbeckens im Sindelfinger Freibad planmäßig abgeschlossen – eine Woche vor Beginn der Saison. „Damit haben wir jetzt alle Becken modernisiert“, sagt Thomas Jeggle, Leiter des Sport- und Bäderamts. Der Beckenkopf, also der obere Bereich des Beckens, besteht jetzt aus Edelstahl. Zudem wurden Fliesen ausgebessert. „Wir haben uns wegen der geringeren Kosten und der Optik gegen eine komplette Edelstahlauskleidung entschieden“, sagte Jeggle am Donnerstag im Sportausschuss. Das Sportbecken wurde bereits 2014/2015 saniert, das Sprungbecken nun diesen Winter. Insgesamt werden 1,5 Millionen Euro Kosten erwartet: „Ob dieser Rahmen eingehalten wurde, können wir erst nach dem endgültigen Abschluss der Arbeiten beurteilen“, so Sindelfingens Erster Bürgermeister Christian Gangl. Probleme gab es bei den Fliesenarbeiten: „Hier mussten wir von einer anderen Firma nacharbeiten lassen“, so Jeggle, „das Thema wird uns sicher noch einmal beschäftigen.“ – sm –

Zusammen mit dem 21-jährigen Sindelfinger Fabian Glück und seit Sommer 2015 mit dem 22-jährigen Schlagzeuger Julius Dollinger hat Lukas Klotzbach im Oktober 2015 eine erste Single mit dem Titel „Islands“ veröffentlicht, die sich noch am klassischen Indie-Pop orientiert. Der 22-jährige Marian Hepp soll künftig den Bass in der Gruppe übernehmen.

Mit dem ersten Album und vier Songs setzt „Into the Fray“ jetzt auf die brachialeren Emotionen des Post-Rocks. Aufgenommen ist die Musik im Tonstudio „Der Soundmann“ von Stuttgart mit dem Produzenten Marc Martin. Der erste Song mit dem Titel „Fragile“ ist seit Februar als Musikvideo im Netz.

Beim Konzert in Stuttgart bekommt „Into the Fray“ Unterstützung von „Jamhed“ aus Esslingen und „Godzilla Was a Friend of Mine“ aus Würzburg. Unter der Adresse www.intothefraymusic.com gibt es Informationen im Internet.

„Into the Fray“ auf der Bühne: von links Fabian Glück, Lukas Klotzbach, Julius Dollinger und Philip Essert. Bild: z

Sindelfingen hat sich Zeit gelassen mit dem ersten Neubau eines Gymnasiums nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Schule im Pfarrwiesen hat am 21. April 1966 ihr Domizil im Norden der damals knapp 40 000 Einwohner zählenden Stadt bezogen. Gestern Abend feierte das Gymnasium mit Schulleiter Bodo Philipsen (Bild) und Sindelfingens Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer das 50-jährige Jubiläum mit einem Festakt, dem ein „Tanz durch die Jahrzehnte“ bunte Bilder bescherte. Das Pfarrwiesen-Gymnasium startet heute mit einem gemeinsamen Schulfrühstück in das Jubiläumsjahr, das am Samstag, 23. Juli, mit einem Fest der Ehemaligen abgeschlossen wird, zu dem sich bis jetzt rund 800 Abiturienten aus der ganzen Welt angemeldet haben. Im Pfarrwiesen-Gymnasium versammeln sich derzeit Schüler und Lehrer aus 52 Nationen dieser Erde (ausführlicher Bericht folgt). – peb –/Bild: Mössinger+Brantsch