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Wegen einer Treppenmontage an der neuen Fußwegbrücke ist in Sindelfingen die Gottlieb-Daimler-Straße zwischen der Einmündung Entenseestraße und der Einmündung Benzstraße von Montag, 30. Januar, bis Freitag, 3. Februar, nur einspurig befahrbar ist. Außerdem wird auch der Geh- und Radweg voll gesperrt. – z –

Mit schweren Verletzungen wurde ein 40 Jahre alter Lastwagenfahrer ins Krankenhaus gebracht, nachdem sich zwischen der Anschlussstelle Sindelfingen-Ost und dem Autobahnkreuz Stuttgart ein Unfall ereignet hatte. Der 40-Jährige musste verkehrsbedingt stark abbremsen, worauf er die Kontrolle über seinen Lastwagen verlor. Das Fahrzeug prallte gegen einen Seat und Toyota. Während der Unfallaufnahme mussten der mittlere und der linke Fahrstreifen gesperrt werden. Es gab einen mehrere Kilometer langen Stau. – pb –

Für insgesamt vier Kirchenkonzerte, die neben Sindelfingen auch in Metzingen, Nec-kartenzlingen und Göppingen stattfinden, hat Gunther Rall rund 150 Sänger aus verschiedenen Chören zusammengebracht. „Gemeinsam hat man viel mehr Möglichkeiten“, sagt Gunther Rall. „Alleine der Klang und die Dynamik lassen sich mit so vielen Sängern besser herausarbeiten.“

Der Chor besteht aus Sängern des Chores der Waldorfschule Böblingen, des Sängerbundes Altdorf, der Liederkränze Göppingen und 1837 Metzingen und den Metsingers. „Mir ist es wichtig meine Schüler auch an klassische Werke heranzuführen“, so der Musiklehrer der Freien Waldorfschule Böblingen. Bei dem Kirchenkonzert in Sindelfingen hatten sie krankheitsbedingt mit einigen Ausfällen zu kämpfen, so dass der Chor um knapp ein Drittel reduziert mit rund 100 Sängern auskommen musste. Doch bis auf den etwas zu schwach besetzten Alt, hatte das auf die Darbietung keine Auswirkung.

Mit „Ubi Caritas“ von dem norwegischen Komponisten Ola Gjeilo und einer Orgelimprovisation von Bezirkskantor Stephen Blaich eröffnet Gunther Rall das Konzert. Ganz reduziert und glasklar begann das A-cappella-Werk mit dem Einsatz von vier jungen Sopranistinnen. Der lateinische Text ist in einer Handschrift aus St. Gallen aus dem 8. Jahrhundert überliefert und fordert zu beiden Formen der christlichen Caritas auf: nämlich zu Gottesliebe und Nächstenliebe. Im ersten Vers heißt es übersetzt: „Wo Güte ist und Liebe, da ist Gott“.

Die Komposition von Ola Gjeilo ist von der Tradition der Gregorianik beeinflusst, das bedeutet, dass viele einstimmige, unbegleitete, liturgische Passagen auftreten. Ursprünglich stammt das „Ubi Caritas“ aus der Liturgie des Gründonnerstags. Neben der Vertonung von Gjeilo gibt es weitere neuere Fassungen, wie die von dem walisischen Komponisten Paul Mealor, der einen Chorsatz für die Trauung von Prinz William und Kate Middleton im Jahr 2011 komponierte.

Mit dem „Ave Maria“ von Franz Schubert konnte die 18-jährige Solistin Lina Ruthardt ihr Können unter Beweis stellen. „Als ich wusste, ich komme bald dran, war ich sehr aufgeregt“, sagt Lina Ruthardt. „Aber als ich dann gesungen habe, habe ich gemerkt, dass es geht.“ Neben ihr fungierten auch Franziska Koch, Samuel Hohaus und Johanna Petersen als Solisten.

Als roter Faden zog sich die Orgelsonate Nr. 4 in a-moll op. 98 von dem deutschen Komponisten Joseph Rheinberger durch das Konzert, gespielt von Stephen Blaich an der neuen Orgel. Zwischen den drei Sätzen der Orgelsonate wurden neben klassischen Werken wie dem „Laudate Dominum“ von Wolfgang Amadeus Mozart auch Gospelmusik wie „Swing low sweet chariot“ oder „As the bridegroom to his chosen“ von John Rutter aufgeführt.

Mit einem Abendlied von Joseph Rheinberger endete das Kirchenkonzert. Rheinberger schrieb die erste Fassung des Chorwerks bereits als 15-Jähriger. Im Alter von 24 Jahren überarbeitete er es und brachte es als Teil der „Drei geistlichen Gesänge“ op. 69 im Jahr 1873 heraus. „Bleib bei uns, denn es will Abend werden“, heißt es in dem bekannten Lied. Den Titel des Abendlieds verwendete Rall als Motto des Konzertes. „Ich benenne meine Konzerte gerne nach einem Lied“, sagt Rall. „Wir möchten damit ein Gegenzeichen zum allgegenwärtigen Krieg und Terror setzen, denn es gibt viele Menschen, denen viel am Frieden liegt.“

Sänger des Chores der Waldorfschule Böblingen, des Sängerbundes Altdorf, der Liederkränze Göppingen und 1837 Metzingen und die Metsingers traten in der Sindelfinger Martins-kirche auf. Bild: Schütz

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch sowjetische Truppen befreit und Grausamkeiten wurden beendet. Damit dieses Grauen niemals in Vergessenheit gerät, ernannte der damalige Bundespräsident Roman Herzog im Jahr 1996 den 27. Januar zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.

Anlässlich dieses Gedenktages legte der Sindelfinger Oberbürgermeister Bernd Vöhringer am gestrigen Freitag einen Kranz an der Gedenktafel des Rathauses nieder. Auf der Tafel sind alle Sindelfinger verzeichnet, die aus religiösen oder politischen Gründen im Nationalsozialismus verfolgt und getötet wurden.

-krs-/Bild: Schönberger

Bereits zum elften Mal richtet die Stadt den Regionalwettbewerb Jugend forscht für die Region Mittlerer Neckar als Pate aus. Wie all die Vorjahre werden deshalb die Schüler-Forscher ihre Ergebnisse wieder in der Sindelfinger Stadthalle nicht nur den Juroren, sondern auch der Öffentlichkeit vorstellen. Mit im Vergleich zum Vorjahr zwei weiteren und damit jetzt 58 Projekten sei man da fast an einem Limit angekommen, sagt die Wettbewerbsleiterin Lia Hasenmaier.

Dabei hat der Regionalwettbewerb seine Besonderheiten gerade mit Blick auf das gesamte Bundesgebiet, in dem der Wettbewerb veranstaltet wird. So seien traditionell Forschungsbeiträge aus dem Fachbereich Biologie rein zahlenmäßig an der Spitze, so die Wettbewerbsleiterin zum üblichen deutschlandweiten Trend. Beim hiesigen Regionalwettbewerb führe dagegen der Fachbereich Technik die Themenliste an. Auch dieses Jahr, wo zu Technik 15 Arbeiten angemeldet wurden, gefolgt vom Bereich Chemie mit 14, sieben gibt es jeweils zu Mathematik/Informatik und Physik. Erst dahinter kommt beim Regionalwettbewerb die Biologie mit sechs Arbeiten.

Der Wettbewerb selbst, aufgeteilt in die zwei Großsparten „Jugend forscht“ für Schülerinnen und Schüler von 15 bis 21 Jahren und „Schüler experimentieren“ für Schüler bis zum Alter von 14 Jahren, ist keineswegs, wie zu vermuten wäre, eine reine Gymnasialveranstaltung. So beteiligen sich aus Sindelfingen neben Schülern des Goldberg- und Stiftsgymnasiums auch Schüler der Grundschule Klostergarten, der Johannes-Widmann-Schule Maichingen, der Hector-Kinderakademie der Königsknoll-Grundschule nebst der Königsknoll-Grundschule, der Grundschule Hinterweil, der Gottlieb-Daimler Schule I und der International School.

„Es ist eine schöne Bandbreite allein in Sindelfingen“, sagt Lia Hasenmaier. Aus dem SZ/BZ-Verbreitungsgebiet sind aus Böblingen das Otto-Hahn-Gymnasium und Albert-Einstein-Gymnasium, die Gärtringer Ludwig-Uhland-Schule und das Renninger Gymnasium vertreten.

Nicht ganz zufrieden ist Lia Hasenmaier mit dem diesjährigen Mädchenanteil: Bei Jugend forscht sind es nur zehn Prozent. „Ich hoffe, dass das Zufall ist“, sagt sie und kann auf die deutlich besseren Zahlen bei den Jüngeren verweisen. Bei „Schüler experimentieren“ sind fast die Hälfte, 48 Prozent, Mädchen.

Populär wie „Jugend forscht“ sind auch die Sindelfinger Wissenstage, die mit ihren zahlreichen Veranstaltungen freilich weit über den naturwissenschaftlich-mathematisch-technischen Bereich von „Jugend forscht“ hinausgehen. Einst 2008 gestartet mit rund 20, stehen diesmal zur zehnten Ausgabe 80 Veranstaltungen auf dem Programm. Für die Erstauflage vor neun Jahren hatte die Stadt acht Kooperationspartner, diesmal seien es 35, sagt die städtische Projektleiterin Marisa Di Dio. „Das ist schon enorm“, sagt OB Dr. Bernd Vöhringer angesichts dieser Wachstumsraten.

Gerade für 2017 sind dabei so viele neue Kooperationspartner mit dabei, dass sie hier unmöglich alle aufgelistet werden können. Die Spannbreite der Neuen reicht vom Museum für zeitgenössische Kunst „Schauwerk“ über RAS Reinhardt Maschinenbau bis zum Technischen Hilfswerk.

Offensichtlich werden „Jugend forscht“ und „Wissenstage“ als Formate wahrgenommen, bei denen Direktkontakt zum Nachwuchs hergestellt werden kann. So beteiligen sich drei Hauptsponsoren seit vielen Jahren am Regionalwettbewerb „Jugend forscht“, seit wenigen Jahren sind zwei weitere Sponsoren mit im Boot. Einer davon ist die Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co. KG. „Für uns ist wichtig, Personalentwicklung konsequent zu verfolgen“, sagt Faulhaber-Personalreferentin Sina Schrödlen. So sei man an Lösungen interessiert, wie man in Kontakt treten könne. „In Forschung und Entwicklung stellen wir 20 Ingenieure ein“, sagt Bernd Gärtner vom Sponsor Philips Medizin Systeme Böblingen GmbH. Und fragt rhetorisch: „Wo kriegen wir die her?“

In zwei von drei Jahren habe sein Unternehmen Studenten, die „Jugend forscht“ bewältigt hätten. „Das sind sehr gute junge Leute“, so Gärtner: „Diese jungen Leute bringen einen erfinderischen Spirit mit.“ Es sei wichtig, junge Leute in ihrem Tatendrang zu unterstützen, sagt Manuela Jetter vom Hauptsponsor MB-Tech Group. Unter anderem fürs Aufgabengebiet Kompetenzmanagement arbeite MB-Tech mit Forschungseinrichtungen der Region, aber auch einem Programm wie Jugend forscht zusammen, erklärt der Leiter des MB-Tech-Geschäftsfeldes Electric-Electronis, Dr. Nico Hartmann.

Bereits am morgigen Samstag gibt es bei den Wissenstagen einen ersten Höhepunkt: die „Schlau-Schau“ im Sindelfinger Breuningerland hat zum Schwerpunkt die Aspekte Naturphänomene und Bionik. Also, wie sich etwa Formen in der Natur für die Wissenschaft anwenden lassen. Die „Schlau-Schau“ läuft von 9.30 bis 20 Uhr.

Info

Das Gesamtprogramm der Sindelfinger Wissenstage steht im Internet unter www.sindelfingen.de/wissenstage, die Exponate von Jugend forscht sind am 17. Februar von 11.30 bis 14.30 Uhr in der Stadthalle zu begutachten.

So sah es letztes Jahr bei der „Schlau-Schau“ aus. Am Samstag wieder im Breuningerland. Bild: Nüßle