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Die Daimler-Werkshupe ist wie ein Kommando. Sie bläst zum Schichtbeginn und machte auch gestern den über 700 Gästen beim Festakt zum 100-jährigen Jubiläum des Sindelfinger Mercedes-Werks Beine. Das prägnante Signal schickte die Daimler-Gäste in den großen Saal und jeder verstand, was Werkleiter Dr. Willi Reiss über die Hupe sagte: „Als einmal nicht gehupt wurde, sagten alle in Sindelfingen: Was ist los beim Daimler?“

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Es waren nicht nur der Ministerpräsident, die Abgeordneten, die Oberbürgermeister, der Landrat, der Daimler-Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Manfred Bischoff und viele andere aus Wirtschaft und Politik eingeladen, sondern vor allem auch Daimler-Mitarbeiter aus allen Bereichen des Standorts Sindelfingen. „Das passt zum Motto dieses Jubiläums: Menschen, die Zukunft schaffen“, sagte Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche. Mit dabei auch viele ehemalige Daimler-Vorstände, Werk- und Centerleiter. Wie Professor Jürgen Hubbert, Heiner Tropitzsch, Dr. Adolf-Heinz Fritz, Wolfgang Jacobi, Hans-Heinrich Weingarten, Dr. Eberhard Haller, Volker Stauch, Rüdiger Fürstenberger oder der ehemalige Chef-Designer Bruno Sacco.

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Lange hat man den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Edzard Reuter nicht mehr bei Daimler-Veranstaltungen gesehen, gestern war er dabei. Ebenso wie einer seiner Vorgänger, Prof. Dr. Werner Breitschwerdt.

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Eine schöne Geste des Konzerns auch die Einladung an die Sindelfinger Bürgerstiftung. Mit dem neuen Vorsitzenden Dr. Joachim Schmidt an der Spitze war der Vorstand beim Mercedes-Werksjubiläum komplett vertreten.

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100 Jahre Werk Sindelfingen – mit dem Kauf einer 38 Hektar großen Wiese am 6. Juli 1915 legte die damalige Daimler-Motorengesellschaft den Grundstein für eine beispiellose Entwicklung. Der damalige Sindelfinger Bürgermeister Wilhelm Hörmann hatte schon den richtigen Riecher, was sich da entwickeln könnte. Man habe die Wiese „an ein Unternehmen mit Weltgeltung“ verkauft, sagte Hörmann bei der Vertragsunterzeichnung.

Das Verhältnis zwischen „dem Daimler“ und der Stadt Sindelfingen war nicht immer stressfrei, aber bis heute sind „Stadt und Werk miteinander verbandelt“, so der Werkleiter, der seit einiger Zeit „Standortverantwortlicher“ heißt.

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Was bringt die Zukunft? Darüber diskutierte Harald Kröger, Direktor aus dem Entwicklungsbereich, mit Vorstandsmitglied Professor Dr. Thomas Weber, Produktionsvorstand Markus Schäfer und dem Betriebsratsvorsitzenden Ergun Lümali. Der Tenor: In den kommenden 100 Jahren will man in Sindelfingen genauso erfolgreich sein wie in den letzten.

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Wilhelm, so heißt der Daimler-Mitarbeiter, der 1915 als einer der Ersten mit von der Partie und dann 33 Jahre „beim Daimler“ war. Er erzählte beim Festakt die Geschichte von der Flugmotorenproduktion bis zum Design von heute. Den Kastenmacher von damals gibt es nicht mehr, dafür den Mitarbeiter am Band, der kaum noch schraubt und dafür einen Roboter bedient.

Früher, da war das Daimler-Werk ein Holzbearbeitungsbetrieb, der auch Schlafzimmermöbel herstellte. Heute baut man aus Stahl und Aluminium Autos, die auch ohne Fahrer ans Ziel kommen. Autonomes Fahren ist die Zukunft, die aus Sindelfingen kommt.

Das Finale beim Festakt: Der Daimler-Vorstand und Mitarbeiter aus dem Werk stimmen auf die Zukunft ein.

Werkleiter Dr. Willi Reiss mit dem ehemaligen Daimler-Chef Edzard Reuter.

Der Ministerpräsident fährt Mercedes: Winfried Kretschmann (rechts) mit Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche (links) und Prof. Dr. Thomas Weber, dem Daimler-Vorstandsmitglied für Forschung und Entwicklung. Bilder: Stampe

Mit dem Bau von Flugzeugmotoren hat 1915 alles angefangen. Heute ist Sindelfingen das weltweit größte Pkw-Werk des Daimler-Konzerns. „Wir Sindelfinger haben in den vergangenen 100 Jahren die Automobilgeschichte entscheidend mitgeprägt, sei es mit der Produktion des legendären Mercedes 300 SL Flügeltürers, der Erfindung der Sicherheitsfahrgastzelle durch Béla Barényi oder dem Crashtest“, so Werkleiter Dr. Willi Reiss in seiner Begrüßung.

Im vergangenen Jahr wurden hier rund 370 000 Autos gebaut, davon allein 100 000 Einheiten vom Mercedes-Flaggschiff S-Klasse. Aus der rosigen Gegenwart kann eine glänzende Zukunft werden. Da ist sich Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche mit dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und dem Betriebsratsvorsitzenden Ergun Lümali einig.

„Sindelfingen steht wie kaum eine zweite Stadt für die Herkunft und Zukunft des Automobils. Mit Investitionen in Milliarden-Höhe unterstreichen wir, dass wir hier in Sindelfingen in den kommenden 100 Jahren mindestens genauso erfolgreich sein wollen wie in den letzten. Dazu passt ein weiteres Jubiläum: In diesem Jahr wird Sindelfingen den 20-millionsten Pkw produzieren. Die Bedeutung des Standorts ist aber weit größer: Hier ist die Konzernforschung und die Entwicklung und das Design von Mercedes-Benz Cars – die Keimzelle für zukunftsweisende Technologien bis zum autonomen Fahren“, sagte Dr. Dieter Zetsche beim Festakt in der neuen Technologie-Fabrik an der Tübinger Allee.

Auch Winfried Kretschmann sieht den Sindelfinger Mercedes-Standort als Schrittmacher für die Zukunft des Automobils. „Das Werk Sindelfingen setzt als Ideenschmiede und Kompetenzzentrum Maßstäbe in Technik und Innovation. Hier schaffen Menschen Zukunft. Das erlebe ich mit meinem neuen Dienstwagen. Die in Sindelfingen produzierte S-Klasse 500 in der Plug-In-Hybrid-Version mit einem CO2-Ausstoß von 65 Gramm je Kilometer macht nachhaltige Mobilität im wahrsten Sinne des Wortes erfahrbar. Es freut mich besonders, dass sich die Daimler AG mit substanziellen Investitionen ausdrücklich zum Standort Sindelfingen, dem größten Arbeitgeber in der Region, und dessen Zukunft bekennt“, so der baden-württembergische Ministerpräsident.

Daimler investiert bis 2020 rund 1,5 Milliarden Euro in das Werk. „Mit unserem Investitionspaket für Sindelfingen stellen wir die Produktion auf ein komplett neues, wettbewerbs- und zukunftsfähiges Fundament. Wir werden beispielsweise einen neuen Rohbau und eine hochmoderne Lackiererei errichten. Für die neue Generation der E-Klasse und deren Nachfolger bauen wir eine neue Montagehalle und ein neues Logistikzentrum“, kündigte Mercedes-Produktionsvorstand Markus Schäfer an.

Mehrere hundert Millionen Euro steckt der Konzern auch in das Sindelfinger Entwicklungszentrum. „Emissionsfreies, vernetztes und autonomes Fahren sind die zentralen Zukunftsthemen der Forschung und Entwicklung bei Mercedes-Benz. Dafür investieren wir allein im Mercedes-Technologie-Center in Sindelfingen rund 600 Millionen Euro in neue Großprüfstände sowie Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Sindelfingen ist und bleibt damit auch in Zukunft das Herz unserer Forschung und Entwicklung“, so Daimler-Entwicklungsvorstand Prof. Dr. Thomas Weber gestern in Sindelfingen.

37 000 Menschen arbeiten derzeit in Produktion und Entwicklung in Sindelfingen: „Die Erfolgsgeschichte dieses Standorts haben die Beschäftigten gestaltet und somit die Grundlage dafür geschaffen, dass heute das erfolgreiche 100-jährige Jubiläum gefeiert werden kann. In Sindelfingen werden die besten Autos gebaut und das kann nur unter den besten Arbeitsbedingungen und dadurch motivierte Beschäftigte gelingen. Der Betriebsrat macht sich dafür stark, dass diese Voraussetzungen erhalten bleiben, damit die Menschen hier erfolgreich die nächsten 100 Jahre gestalten können“, sagte der Betriebsratvorsitzende Ergun Lümali. (siehe auch Seite 9)

Aus der Vergangenheit in die Zukunft: In Form eines Straßentheaters und einer Zeitreise ließ man beim Festakt zum 100. Geburtstag die Geschichte des Sindelfinger Werks Revue passieren. Rechts der Chor aus Daimler-Mitarbeitern. Bild: Stampe

Die ASK 21 hat eine Spannbreite von 17 Metern und wiegt 580 Kilogramm. Es war gar nicht so einfach, den Segelflieger ins Rathaus-Foyer zu bekommen. Irgendwie musste das Flugzeug durch die Türen. Der Flugsportverein Sindelfingen hat die Flügel abmontiert und im Foyer wieder an den Rumpf geschraubt. So steht der Flieger seit Montag im Rathaus. „Die ASK 21 ist die Seele des Vereins“, sagt der zweite Vorsitzende Peter Röhm. Die Maschine kostet rund 100 000 Euro. Die Stadt Sindelfingen hat 20 000 Euro beigesteuert. Deshalb trägt der Flieger nun den Namen „Stadt Sindelfingen“. Auch eine Maschine der Lufthansa heißt Sindelfingen. „Der Segelflieger steht für vieles, was der Stadt auch wichtig ist: Hightech, Sportlichkeit und Effizienz“, sagt Baubürgermeisterin Dr. Corinna Clemens bei der Flugzeugtaufe.

Normalerweise steht die ASK 21 in der Flugzeughalle in Deckenpfronn. Ende März soll sie wieder in den Himmel sausen. „In dem Flugzeug lernen unsere Schüler das Fliegen. Pro Saison kommt es auf über 700 Starts. Es ist Ausbildungsgerät, Trainingsflugzeug, Passagier-Flieger und Arbeitspferd“, sagt Peter Röhm. Durchschnittlich zehn junge Anwärter werden pro Jahr zum Segelflugzeugpiloten ausgebildet.

Die ASK 21 ist seit einer Saison im Bestand des Vereins. Sie wurde 2014 gebaut und kommt auf bis zu 280 Kilometer pro Stunde. Der Verein hat sieben Segelflugzeuge, einen Motorsegler und eine Motormaschine. Zwei Piloten sind Mitglied der deutschen Segelflug-Nationalmannschaft und tragen den Bundesadler auf dem Hemd: Katrin Senne und Sören Nölke.

Auch Stadträtin Ingrid Balzer ist schon abgehoben. Sie war bei den Anfängen des Vereins dabei und erzählt, wie sie als 13-Jährige in der Fliegerwerkstatt mitgeholfen hat: „Bis zu 100 Werkstattstunden brauchten wir für einen Start. Wir haben es uns richtig erarbeitet, dass wir fliegen durften.“ Nach fünf Jahren war Schluss mit der Fliegerei für Ingrid Balzer: „Mein Abitur war gefährdet. Ich hatte eine satte Fünf in Latein, die war dem Segelfliegen zuzuschreiben.“

Bis 30. März steht die ASK 21 in der Eingangshalle und kann zu den Rathausöffnungszeiten besichtigt werden. Der Flugsportverein beteiligt sich an den Sindelfinger Wissenstagen. Am 17., 19., 24. und 26. März gibt es Workshops für Kinder im Rathaus. Noch sind Plätze frei. Am 17. und 19. März geht es um die Frage: Warum fliegen ein Flugmodell und ein Segelflieger auch ohne Antrieb. Jeweils zwischen 15 und 17 Uhr erfahren Zehn- bis 18-Jährige, wie die Technik funktioniert. Zum Workshop gehört auch ein Ausflug auf das Modellflug- und Segelflug-Gelände im Mai.

Am 24. März dürfen Zehn- bis 14-Jährige am Flugsimulator testen, ob sie ein Modellflugzeug in der Luft halten können. Auch dieser Workshop findet von 15 bis 17 Uhr statt. Am 26. März bekommen 14- bis 18-Jährige einen Einblick in die Welt der Piloten. Von 15 bis 17 Uhr gibt es von einem Fluglehrer und einem Berufspiloten Informationen aus erster Hand.

Info zu den Workshops

Alle Veranstaltungen finden im mittleren Sitzungssaal im Sindelfinger Rathaus statt. Für mehr Informationen und die Anmeldung können sich Eltern und Interessierte bei Ann-Katrin Hammer, Telefon 0 70 31 / 94 313 oder auch per Mail an wissenstage@sindelfingen.de melden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Einmal in groß und einmal in klein: Die Miniaturversion im Maßstab 1 zu 3 gehört den Modellbauern des Flugsportvereins. Im großen Segelflieger gleiten echte Piloten durch die Luft. Baubürgermeisterin Dr. Corinna Clemens darf das Flugzeug taufen. Bild: Stampe

„Ich finde es gut, ein Forum zu geben, um zu diskutieren und sprachfähig zu werden“, begrüßt Dr. Martin Frank, geschäftsführender Pfarrer der Sindelfinger Martinskirche und Teilnehmer des Christlich-Islamischen-Dialogs, die Einführung des Islam-Unterrichts am Pfarrwiesen-Gymnasium (siehe auch Titelseite). So könnten Schüler lernen, dass Vernunft, Verstand und Ratio auch zum Glauben gehörten und dass es nicht nur einen Islam gebe.

„Der Islamische Religionsunterricht bietet eine gute Grundlage für das Zusammenwachsen der Gesellschaft und der Religionen. Das Modellprojekt ist deshalb ein wichtiges Angebot für die islamisch-sunnitischen Kinder und Jugendlichen in unserem Land“, so Kultusminister Andreas Stoch bereits im Mai 2014.

Durch dieses Modellprojekt können junge Muslime sich mit ihrer Religion fundiert und konstruktiv auseinandersetzen. Die Landesregierung möchte deshalb deutlich mehr Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, an Islamischem Religionsunterricht teilzunehmen, so das Kultusministerium auf Anfrage der SZ/BZ.

Derzeit nehmen über 2000 Schüler aus 14 Herkunftsländern am Islamischen Religionsunterricht sunnitischer Prägung teil. Die Landesregierung hat im Mai 2014 beschlossen, das Modellprojekt auf bis zu 20 weitere allgemeinbildende Schulen pro Jahr auszuweiten und für die Schularten Realschule und Gymnasium zu öffnen. Im aktuellen Schuljahr gibt es Islam-Unterricht an 20 Grundschulen, 17 Haupt- und Werkrealschulen, einer Realschule und einer Gemeinschaftsschule im Land.

Der Unterricht wird kontinuierlich evaluiert und von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse der Evaluation seien in jedem Schuljahr positiv ausgefallen, so das Kultusministerium. Durch das Modellprojekt habe sich die deutsche Sprachkompetenz und das Verständnis für die jeweiligen religiösen Traditionen und Rituale der Schüler verbessert. „Die Tatsache, dass Islamischer Religionsunterricht sunnitischer Prägung zeitlich parallel zu den Unterrichtsangeboten anderer Konfessionen erteilt wird, hat ihn zur schulischen Normalität werden lassen“, sagt Andreas Stoch.

Eltern schätzen vor allem, dass ihre Kinder in deutscher Sprache und in der Gemeinschaft etwas über den Islam lernen können, so das Kultusministerium. Es finde auch eine Zusammenarbeit mit Lehrern, die evangelische oder katholische Religionslehre unterrichten, statt: „So werden frühzeitig interreligiöse Aspekte im Unterricht behandelt und veranschaulicht.“

Das Interesse am Modellprojekt werde größer, so das Kultusministerium. Im kommenden Schuljahr wollen mehr als 20 weitere Schulen Islam-Unterricht einführen, darunter auch drei Gymnasien: das Pfarrwiesen-Gymnasium und zwei weitere Schulen, die noch nicht bekannt gegeben werden.

Bereits heute gibt es Islam-Unterricht an 20 Grundschulen, 17 Haupt- und Werkrealschulen, einer Realschule und einer Gemeinschaftsschule in Baden-Württemberg. Das Pfarrwiesen-Gymnasium gehört ab dem Herbst auch dazu. Bild: Jasmin Merdan / Fotolia

An den Ständen von regionalen Banken, Bausparkassen, Versicherungen und anderen Finanzdienstleistern, Bauträgern, kommunalen Wohnungsunternehmen, Baugemeinschaften, Maklern, Fertig- und Massivhausanbietern können sich Bau- und Kaufinteressenten an beiden Tagen kostenlos informieren.

Angeboten werden Immobilien aus dem ganzen Kreis Böblingen, aber auch einige aus dem Kreis Calw. Vor allem Wohnungen, aber auch Häuser sind im Kreis Böblingen stark gefragt. Einerseits, weil Stuttgarter Käufer auf den hiesigen Markt drängen, und andererseits, weil die Kredite derzeit so günstig sind wie noch nie.

Ende 2007 lagen die Hypothekenzinsen bei zehnjähriger Festschreibung noch bei über fünf Prozent. Seitdem fielen die Zinsen kontinuierlich, ausgenommen 2013. Inzwischen gibt es die Wohnbaufinanzierung bei erstrangigen Darlehen für um die 1,5 Prozent.

Fast alle Makler gaben in ihrer Jahresbilanz für 2014 an, sie hätten mehr verkaufen können, wenn das Angebot größer gewesen wäre. Bei Neubauten schalten zahlreiche Bauträger keinen Vermittler mehr ein, sondern vermarkten Wohnungen und Häuser direkt.

Die Preissteigerung hat sich im letzten Jahr verlangsamt. Für 2014 ermittelte die Kreissparkasse Böblingen für Wohnimmobilien eine Teuerungsrate von vier bis fünf Prozent. Dabei seien die eigentlichen Baupreise nur um zwei Prozent gestiegen. Der Rest gehe auf andere Faktoren zurück, etwa auf verschärfte Energiestandards.

Bundesweit, so die F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt (Hamburg), hätten sich die Preise für Eigentumswohnungen im vergangenen Jahr um 3,2 Prozent erhöht. Im Vergleich dazu sei die Entwicklung bei Einfamilien- und Reihenhäuser moderat gewesen. Reihenhäuser seien im Jahresvergleich um 1,8 Prozent teurer geworden, Einfamilienhäuser gar nicht.

Immobilien werden wohl noch einige Zeit gefragt bleiben, denn in Baden-Württemberg leben nur 53 Prozent der Bevölkerung in den eigenen vier Wänden, 70 Prozent würden dies aber gerne.

Früh übt sich, was eine Immobilien-Expertin werden will. Bild: Reichert