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Dienstag, 11.15 Uhr: Bei zwei Grad Wassertemperatur steigen die Taucher der Wasserschutzpolizei aus Stuttgart und Heilbronn in den Sindelfinger Klostersee. Ihr Auftrag: Meter für Meter sollen sie den Grund im nordöstlichen Teil des Sees nach Gegenständen absuchen, die mit dem Verschwinden des Magstadter Autohändlers Armin Lauter (Bild: Polizei) in Verbindung gebracht werden können.

Armin Lauter war zuletzt am Nachmittag des 27. Dezember in Magstadt gesehen worden. Am 7. Januar wurde ein Fahrzeug aus dem Fuhrpark des Autohändlers in der Sindelfinger Gartenstraße auf Höhe des Stern Centers gefunden: eine graue Mercedes G-Klasse. Das Auto stand unverschlossen im Halteverbot. Laut Polizei hat Armin Lauter das Fahrzeug regelmäßig genutzt. Dennoch ist nach wie vor unklar, ob er selbst den Wagen dort abgestellt hat. Das Mobiltelefon des 49-Jährigen wurde zuletzt in der Sindelfinger Innenstadt geortet.

„Die letzte von Polizeihunden verfolgte Spur von Armin Lauter führte über den Klostersee in die Leonberger Straße“, sagt Tatjana Wimmer, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Ludwigsburg. Das Ufer des Klostersees wurde bereits kurz nach dem Verschwinden des 49-jährigen Autohändlers aus Magstadt von Polizeispürhunden untersucht. Letztes Wochenende waren am Klostersee speziell ausgebildete Polizeihunde aus Freiburg im Einsatz. Sie sind darauf spezialisiert, mit ihrem Geruchsinn unter Wasser liegende Leichen zu orten.

„Weil die Reaktion eines Hundes in einem Bereich des Sees leichte Anzeichen für einen Fund lieferte, durchsuchen wir diesen Teil des Klostersees jetzt mit Polizeitauchern“, sagt Tatjana Wimmer. Man gehe nicht davon aus, Armin Lauters Leiche zu finden. Allerdings müsse man jeder Spur nachgehen, so Wimmer.

Die warm eingepackten Taucher, die per Funk stets Kontakt zu ihren Kollegen an Land haben, suchen den Seeboden indes nicht nur nach einem leblosen Körper ab, sondern auch nach weiteren möglichen Indizien im Fall Armin Lauter (Bild: z). „Eine Pistole, ein Messer, aber auch nur ein kleiner Schlüssel können uns weiterhelfen“, sagt Bernd Schäfer, der Leiter für operative Maßnahmen in der 30-köpfigen Sonderkommission „Garten“ der Kriminaldirektion Böblingen, die den Fall Lauter untersucht.

„Es wäre schon eine Überraschung, wenn wir im See die Leiche finden. Wasserleichen treiben in der Regel an die Oberfläche. Allerdings könnte es natürlich sein, dass sich ein lebloser Körper in unter Wasser wachsendem Gestrüpp oder Geäst verfängt“, sagt Bernd Schäfer.

Meter für Meter untersuchen die Taucher, die von einem Kollegen mit Hilfe einer langen Leine über den Grund navigiert werden, den Klostersee. Bei einer Sichtweite von maximal zehn Zentimetern müssen die Taucher den Boden mit den Händen abtasten. Etwa eine Stunde bleiben die Taucher unter Wasser.

Das Ergebnis ist für die Ermittler enttäuschend. „Wir haben keinerlei Spuren gefunden, die mit dem Fall Armin Lauter in Verbindung stehen könnten“, sagt Tatjana Wimmer. Die Hoffnung, im Fall Armin Lauter doch noch entscheidend weiterzukommen, geben die Ermittler aber auch nach vier Wochen nicht auf. „Bei uns gehen täglich neue Hinweise ein, eine wirklich heiße Spur ist im Moment aber nicht dabei“, sagt Bernd Schäfer.

Zwar konzentriere sich die Arbeit der Soko derzeit auf das Gebiet um den Klostersee. Man ermittle aber „in alle Richtungen“, sagt Tatjana Wimmer. Auch die Möglichkeit, dass Armin Lauter noch am Leben ist, „könne zum jetzigen Stand der Ermittlungen nicht ausgeschlossen werden.“ Am Dienstagnachmittag kreiste ein Polizeihubschrauber über Sindelfinger und Magstadt. Laut Tatjana Wimmer hielten die Beamten Ausschau nach Plätzen und Orten, an denen noch nach Armin Lauter gesucht werden kann.

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Die Hinweistelefone der Soko „Garten“ mit den Rufnummern 0 70 31/13-11 00 und -11 11 sind weiterhin geschaltet.

Ein Froschmann im kalten Wasser: Polizeitaucher haben gestern im Sindelfinger Klostersee ihre Suche nach dem vermissten Armin Lauter fortgeführt. Leider gab es auch diesmal keine Anhaltspunkte für den Verbleib des Magstadter Autohändlers. Bild: fotoknobi

„Die Jugend ist die Zukunft unserer Stadt, deshalb sind die Wissenstage für uns eine sehr wichtige Veranstaltung“, beschreibt Dr. Bernd Vöhringer die Bedeutung der achten Sindelfinger Wissenstage. Das Projekt ermögliche es, „Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, Neugier für verschiedene Dinge zu entwickeln und sich damit intensiv zu beschäftigen“, so der Sindelfinger Oberbürgermeister.

Die Wissenstage präsentieren sich vom 28. Januar bis zum 30. März mit einem abwechslungsreichen Programm. Flyer und Broschüren sowie ein Auftritt im Internet sollten schon im Vorfeld der Veranstaltungen bei Jugendlichen die Neugierde für die Themen Musik, Kultur, Technik, Wirtschaft und Naturwissenschaft wecken.

„Durch das spielerische Kennenlernen neuer Themen und Fachgebiete fördern die Sindelfinger Wissenstage bereits in jungen Jahren Potenziale“, sagt Dr. Bernd Vöhringer. „Der Spaß an wissenschaftlichen Themen und die hiermit verbundene Kreativität lassen Ideen entstehen, motivieren und wecken Begeisterung“, beschreibt Vöhringer die Vorzüge der Sindelfinger Wissenstage.

Der Höhepunkt der Wissenstage ist auch in diesem Jahr der Regionalwettbewerb des gesamten mittlerer Neckar-Kreises zu „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“. Am 27. Februar haben die Nachwuchsforscher hier in der Sindelfinger Stadthalle die Möglichkeit, sich für die im März und April stattfindenden Landeswettbewerbe zu qualifizieren. Die Kandidaten, die sich auch dort gegenüber der Konkurrenz behaupten, küren ihren Sieger in den verschiedenen Themenbereichen dann beim Bundesfinale in Ludwigshafen in den Räumen des Chemieunternehmens BASF.

Für Lia Hasenmaier, Wettbewerbsleiterin bei „Jugend forscht“, dürfte der größte europäische Jugendwettbewerb im Bereich Naturwissenschaft und Technik auch im Jubiläumsjahr ein Erfolg werden. „Insgesamt haben sich für dieses Jahr 11 502 Jungforscher angemeldet. Das sind bundesweit die zweithöchsten Zahlen seit der Gründung von ‘Jugend forscht’ im Jahr 1965“, freut sich Lia Hasenmaier. Mit 1365 Anmeldungen liegt Baden-Württemberg im Bundesländervergleich auf Rang drei.

Dank der zahlreichen Sponsoren des Regionalwettbewerbs Mittlerer Neckar, können laut Hasenmaier in diesem Jahr „fast 100 Teilnehmer in 47 Projekten ihr Können zeigen“. Erfreut zeigt sich die Wettbewerbsleiterin von „Jugend forscht“ darüber, dass sich der Anteil der teilnehmenden Mädchen mit jetzt 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt hat.

Neben den einzelnen Forschungsprojekten bietet die Stadt Sindelfingen zu der achten Auflage der Wissenstage ein spannendes Rahmenprogramm an. So können bis zum 30. März 80 verschiedene Veranstaltungen besucht werden. Das Angebot hier reicht von Theaterstücken in Schulen bis hin zu Workshops des Sindelfinger Flugsportvereins.

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Das gesamte Programm der Sindelfinger Wissenstage findet man auch unter www.sindelfingen.de/wissenstage im Netz.

Heute beginnen die achten Sindelfinger Wissenstage, die sich an Kinder und Jugendliche wenden, um sie für die Naturwissenschaften zu begeistern. Bild: Andrey Kiselev / Fotolia

„Es ist menschenunwürdig, wenn man in Mülleimern nach Pfandflaschen angelt“, sagt Helga Sommerer. Und das passiert in Sindelfingen immer häufiger, so Jozo Ilic, Bereichsleiter für Stadtreinigung und Winterdienst bei den Betriebsdiensten: „Manche werfen sogar große Container um, holen sich die Pfandbehälter und lassen den Rest einfach liegen“.

Sogenannte Pfandringe, entwickelt vom Kölner Designer Paul Ketz, hängen bisher in einer Handvoll Städten in Deutschland, unter anderem seit Kurzem in Stuttgart. Und jetzt auch an zwölf der über 500 Mülleimer in Sindelfingen: auf dem Marktplatz, dem Busbahnhof, am Bahnhof, auf dem Wettbachplatz, dem Schaffhauser Platz und dem Berliner Platz. Jeder ist maßgefertigt und kostet 135 Euro. „Wenn die Aktion angenommen wird, erweitern wir“, sagt Sindelfingens Pressesprecherin Nadja Atwaa

Baubürgermeisterin Dr. Corinna Clemens (links) und Helga Sommerer vom Amt für Umwelt und Grünordnung testen den ersten Pfandring der Stadt. Bild: Wegner

Das Handwerk im Kreis Böblingen zu präsentieren, darum geht es bei der Aus- und Weiterbildungsmesse des Handwerks am 8. Februar von 11 bis 17 Uhr in der Böblinger Kongresshalle. Die SZ/BZ ist zum zweiten Mal Mitveranstalter. Im SZ/BZ-Interview spricht Thomas Wagner (Bild: z) über das Konzept.

Zur ersten Ausbildungsmesse im letzten Jahr kamen über 4000 Besucher. Waren Sie mit der Resonanz zufrieden?

Thomas Wagner: „Ich war sogar mehr als zufrieden. Mit so vielen Besuchern hätten wir bei einer Messe, die in dieser Form so zum ersten Mal stattfand, nicht gerechnet. Kalkuliert hatten wir vorsichtig mit rund 1000 Besuchern. Daher war die Messe aus unserer Sicht ein voller Erfolg.“

Kostenloses Bewerbungsfoto-Shooting

Was unterscheidet die Azubi-Messe von anderen Messen?

Thomas Wagner: „Sie ist eine tolle Werbeplattform für das Handwerk des Landkreises. Auch der Sonntag hat sich als Messetag bewährt. An diesem Tag kommen vor allem Menschen, die sich differenziert für eine Ausbildung im Handwerk interessieren.“

Wer sollte auf die Messe kommen?

Thomas Wagner: „In aller erster Linie natürlich Schüler, die sich in der Berufsorientierung befinden. Doch damit meine ich nicht nur Schüler, die kurz vor ihrem Abschluss stehen. Die Orientierung sollte idealerweise zwei bis drei Jahre vorher beginnen. Denn während dieser Zeit entwickelt man sich ständig weiter und findet vielleicht plötzlich Gefallen an einem Beruf, an den man so vorher noch gar nicht gedacht hat. Je früher man anfängt nach dem passenden Beruf für sich zu suchen, desto besser.“

Was ist mit den Eltern und Lehrern?

Thomas Wagner: „Auch die Eltern und Lehrer sind wichtige Zielgruppen, die wir erreichen möchten. Letztes Jahr kamen viele junge Menschen mit ihren Eltern und haben sich an den Ständen informiert. Das ist wichtig, in vielen Fällen sind sie die Weichensteller. Schön wäre es, wenn auch Lehrer mit ihren Schülern zur Messe kämen, da sie die individuellen Stärken der Schüler nochmal aus einem ganz anderen Blickwinkel beurteilen können.“

Was erwartet die Besucher an den Messeständen der verschiedenen Handwerker-Innungen?

Thomas Wagner: „Eine solche Messe muss leben. Das bedeutet, dass auch die Besucher aktiv mit einbezogen werden – sei es bei unterschiedlichen Mitmach-Aktionen oder im Gespräch miteinander. An vielen Ständen werden auch Azubis aus den Betrieben dabei sein, die den Besuchern Rede und Antwort stehen. Dass diese Azubis kommen, ist eine tolle Sache, denn bei Gleichaltrigen ist die Hemmschwelle oft nicht so hoch.“

Welche Angebote gibt es zusätzlich auf der Messe?

Thomas Wagner: „Wie im vergangenen Jahr gibt es wieder viele interessante Vorträge. Wer neue Bewerbungsfotos braucht, sollte das bei seiner Kleidungswahl am 8. Februar beachten: Am Stand der Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung gibt es ein kostenloses Bewerbungsfoto-Shooting. Vor Ort macht ein Fotograf Bilder, die man im Anschluss gleich mit nach Hause nehmen kann.“

Wie kommt die Messe bei Ihren Handwerkskollegen an?

Thomas Wagner: „Die Reaktionen waren durchweg positiv. Nach der gelungenen Premiere in 2014 kam sofort die Bitte, die Messe im nächsten Jahr wieder zu machen.“

Wie wollen Sie die Menschen auf die Ausbildungsmesse aufmerksam machen?

Thomas Wagner: „Die Werbetrommel läuft. Wir schreiben im Vorfeld die Schulen an und verteilen Plakate. Als Medienpartner ist wie im Vorjahr die Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung mit dabei.“

Info

Die Aus- und Weiterbildungsmesse des Handwerks findet am Sonntag, 8. Februar, von 11 bis 17 Uhr in der Böblinger Kongresshalle statt. Der Eintritt ist frei.

Die SZ/BZ hat sich mit Roland Medinger über die Folgen der Einführung des Mindestlohns für den VfL Sindelfingen unterhalten.

Was bedeutet der Mindestlohn für den VfL Sindelfingen?

Roland Medinger: „Vor allem einen höheren Verwaltungsaufwand. In den Abteilungen und im Hauptverein gibt es 44 Mini-Jobs. Spätestens nach einer Woche müssen sie ihre Arbeitszeit dokumentieren und diese Unterlagen zwei Jahre aufbewahren. Die Sportvereine sind mittlerweile mit einer Vielzahl von Vorschriften konfrontiert. Dabei sind die Leute doch einst zusammen gekommen, um Sport zu treiben.“

Wie hoch beziffern Sie die Mehrkosten für den VfL-Hauptverein?

Roland Medinger: „Unsere Übungsleiter und Thekenkräfte bekommen schon bislang mehr Geld. Die fallen nicht unter die Mindestlohn-Regelung. In der Region findet man im Dienstleistungsbereich keinen Übungsleiter, der weniger als 8,50 Euro pro Stunde verdient. Die Probleme beginnen dort, wo zum Hobby Sport ein Verdienst jenseits der Pauschalen hinzukommt.“

Mit dem Mindestlohn geht das gar nicht mehr

Kann es beim VfL künftig noch Leistungssport geben?

Roland Medinger: „Wir haben bei den Handball- und Fußballfrauen in Bundesligazeiten die Erfahrung gemacht, dass dies nicht vernünftig refinanzierbar ist. Mit dem Mindestlohn geht das künftig gar nicht mehr, wenn man beispielsweise an Trainingslager und Auswärtsspiele denkt, die man alle mit dem Mindestlohn bezahlen müsste.“

Wie bezahlen die VfL-Fußballerinnen ihre Zweitliga-Spielerinnen?

Roland Medinger: „Sie bekommen ihre Fahrtkosten erstattet und das darf man auch bezahlen. Sie fallen damit nicht unter den Mindestlohn. Das trifft auch auf alle anderen Sportler beim VfL zu.“

Hätte die Politik für den Sport Ausnahmen beim Mindestlohn schaffen müssen?

Roland Medinger: „Da sollten die Politiker noch mal drauf schauen und unsere Sportverbände sollten tätig werden. Man erschlägt sonst Strukturen, die man gar nicht gemeint hat.“

Welche Unterstützung erhoffen Sie sich von den Verbänden?

Roland Medinger: „Der Mindestlohn ist ein Bundesgesetz, deshalb ist hier der Deutsche Olympische Sportbund mit seinen Fachverbänden zuständig. Die Sport-Funktionäre müssen die Probleme durch den Mindestlohn aufzeigen. So macht man Strukturen kaputt.“

Gibt es den organisierten Sport noch in 20 Jahren?

Roland Medinger: „Wir haben eine starke Tendenz zu immer mehr hauptamtlichen Mitarbeiten auch in den Abteilungen. Bei uns nimmt der Hauptverein den Abteilungen viel administrative Aufgaben ab. Kleinere Vereine tun sich da viel schwerer. Ihre Vertreter kommen erst zum Sport, wenn sie eine lange Liste von Verwaltungsvorschriften abgearbeitet haben. Das ist zunehmend problematisch.“