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Wegen zu hoher Geschwindigkeit, so die Polizei, kam es am Donnerstagabend gegen 21 Uhr auf der Überleitung von der A 8 auf die A 81 bei Sindelfingen zu einem Unfall. Der Fahrer eines Transporters verlor in der langen Rechtskurve die Kontrolle. Der Wagen durchschlug einen Zaun, kippte und landete im Wald auf der Seite. Der

46-Jährige konnte sich selbst aus dem Transporter befreien. Der entstandene Sachschaden wurde mit 7500 Euro angegeben. Die Feuerwehren aus Leonberg und Sindelfingen mussten für die Bergung einige Sträucher sowie den Zaun entfernen. – z –/Bild: SDMG/Dettenmeyer

Richard Pitterle ist nicht zu beneiden. In Anzug und Krawatte tritt er auf das Podium auf dem Sindelfinger Marktplatz. Bei Temperaturen von über 30 Grad Celsius nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig. Dem Sindelfinger Bundestagsabgeordneten ist vor allem die Sindelfinger OB-Wahl ein Dorn im Auge: „Es ist wirklich ein Armutszeugnis für die SPD. Im Vorfeld großspurig anzukündigen, dass man einen Gegenkandidaten bringt und dann kneifen, weil man sich keine Chancen gegen den Amtsinhaber ausrechnet“, so Pitterle.

Der Einladung von Richard Pitterle und dem Kreisverband ist die Spitzenkandidatin der Linken, Sahra Wagenknecht, gerne gefolgt: „Richard Pitterle ist ein engagierter Kämpfer für die gute Sache. Er ist nicht korrumpierbar und hat als Obmann der Linksfraktion im Untersuchungsausschuss zu den sogenannten Cum-Ex-Geschäften sehr gute Arbeit geleistet.“

Vor allem die steigenden Ausgaben für Rüstungsexporte stören die 47-Jährige erheblich: „Wir brauchen Abrüstung und Entspannung statt steigender Rüstungsausgaben, Konfrontation und immer mehr Krieg. Die USA waren nicht allein verantwortlich, spielten aber eine führende Rolle, den Nahen Osten durch Waffenlieferungen und Rohstoffkriege immer mehr zu destabilisieren. Das hat den islamistischen Terrorismus gestärkt und Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben.“

Ihrer Meinung nach brauche es eine neue Friedenspolitik. „Die Opfer unserer Bomben in Syrien und anderswo sind in erster Linie Zivilisten. Das schürt Hass. Und Hass ist der Nährboden für die Terroristen. Der Islamische Staat wäre ohne den Irakkrieg niemals entstanden. Wir müssen zurück zu den Traditionen der Entspannungspolitik. Das bedeutet auch die Einsicht, dass es Frieden und Sicherheit in Europa nur mit Russland gibt.“ Während man gegen Russland Sanktionen verhänge, würden sich Donald Trump und Angela Merkel bei den Saudis die Klinke in die Hand geben, um wirtschaftliche Zusammenarbeit und militärische Deals anzubieten.

An Bundeskanzlerin Angela Merkel lässt die Ehefrau von Oskar Lafontaine kein gutes Haar: „Indem man Erdogan zum Türsteher Europas geadelt hat, hat man sich erpressbar gemacht. Der Flüchtlingsdeal war Merkels Idee, weil sie unfähig war, eine gemeinsame europäische Lösung und einen fairen Ausgleich zu organisieren.“

Eine humane Flüchtlingspolitik müsse sich vor allem um die Menschen kümmern, die es nicht nach Europa schaffen. Das sei die übergroße Mehrheit. In vielen Lagern herrsche das blanke Elend. „Es müssen endlich die Ursachen für Flucht und Vertreibung bekämpft werden“, so Wagenknecht.

Neben der CDU-Vorsitzenden kam auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz nicht gut weg. „Es gibt vermutlich wenige Politiker, die die Chance hatten und auch genutzt haben, in so kurzer Zeit so viele Hoffnungen zu enttäuschen.“ Mittlerweile sei er ein Kandidat des Weiter so und braver Ziehsohn seines Vorgängers Sigmar Gabriel.

Mit der Agenda 2010, der Etablierung von Niedriglöhnen, prekärer Beschäftigung und der Absenkung des Rentenniveaus auf 43 Prozent im Jahr 2030 habe die Große Koalition nach Meinung Wagenknechts massenhafte Altersarmut zu verantworten. Dass der Sinkflug der gesetzlichen Rente nicht alternativlos ist, sehe man in Österreich. „Dort ist die Durchschnittsrente knapp 800 Euro höher als in Deutschland und vor Altersarmut schützt eine Mindestrente von 1030 Euro“, sagte die Spitzenkandidatin der Linken. Wie man die Rente rettet? „Indem man den Niedriglohnsektor austrocknet, das Rentenniveau wieder auf 53 Prozent anhebt, den Arbeitgebern höhere Beiträge abverlangt und auch Beamte und Selbstständige in die gesetzliche Rente einbezieht.“

Im Anschluss an ihre gut 30-minütige Rede auf dem Marktplatz ging in der Buchhandlung Röhm eine Signierstunde mit Sahra Wagenknecht über die Bühne. Der Titel ihres aktuellen Buches lautet: „Reichtum ohne Gier“.

Rund 500 Besucher trotzten gestern auf dem Sindelfinger Marktplatz der Hitze und kamen zum Auftritt von Sahra Wagenknecht und Richard Pitterle. Bilder: Krauter

Sahra Wagenknecht, Spitzenkandidatin der Linken, zu Gast in Sindelfingen.

Die Sage, auf die der Sindelfinger Kuchenritt zurückgeht, ist nicht verbürgt: Herzog Ulrich von Württemberg, der erste protestantische Fürst seines Territoriums, soll sich im 16. Jahrhundert während der Verbannung im Wald verirrt haben und von Sindelfinger Burschen auf den rechten Weg zurückgeführt worden sein.

Stadtgeschichtsschreiber Hermann Weisert schreibt im Standardwerk „Sindelfingen im Wandel der Zeit“, dass Sindelfinger Müller schon im 16. Jahrhundert eine jährliche Abgabe an die Stadt zu leisten hatten. Von der Riedmühle ist 1535 überliefert, dass der Besitzer in der zweiten Woche vor Pfingsten der Stadt einen Kuchen und den Schülern zwei Laib Brot und einen Käse zu geben hätte. Die erste Erwähnung des Kuchenritts stammt aus dem Jahr 1658, von Herzog Ulrich als Stifter ist allerdings erst Anfang des 19. Jahrhunderts die Rede.

Unumstritten war das Fest nicht lange. Offenbar haben die ledigen Burschen beim Ritt durch Sindelfingen über die Stränge geschlagen, 1664 ist die Geistlichkeit zum ersten Mal gegen den „Unfug“ eingeschritten, ab Mitte des 18. Jahrhunderts reißen die Forderungen nach einem Verbot der „unanständigen Sachen“ nicht mehr ab.

Nach den Quellen von Hermann Weisert wird der Kuchenritt mit Beginn der Industrialisierung, also der Ansiedlung der Seidenfabrik Haid und Spring, spätestens 1837 verboten. Es soll in Sindelfingen zu Tumulten gekommen sein, als Stadtschultheiß Christian Immanuel Conz einzuschreiten versuchte. Das Verbot wurde 1839 von der Regierung bestätigt. Die Abgabepflicht der Müller in Geld bleibt allerdings bis 1961 bestehen. So löst die Firma Daimler-Benz 1943 als Rechtsnachfolgerin der Riedmühle ihre Verpflichtung mit 200 Reichsmark ab.

Sindelfingen bekommt statt des Kuchenritts 1905 im Anschluss an eine Schiller-Feier das Kinderfest, das bei seiner ersten Ausgabe auf dem Festplatz im Eichholz mit einem Feuerwerk beschlossen wurde. 1934 wird das Kinderfest zugunsten des Deutschen Jugendfestes der Nationalsozialisten aufgegeben. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird das Kinderfest von Bürgermeister Arthur Gruber wieder belebt, nach einer letzten Ausgabe unter dem Motto „Völker der Erde“ zum 700-jährigen Stadtjubiläum 1963 aber endgültig eingestellt.

Damals, als Sindelfingen zur Großen Kreisstadt erhoben wird, sucht die Stadt schon nach einem neuen Volksfest. Die Idee, das Kinderfest umzubauen, wird ebenso verworfen wie der Vorschlag, auf der Basis der Jahrgangsfeiern an Pfingsten ein Volksfest zu entwickeln. Schließlich gibt es doch noch einen neuen Anlauf für den Kuchenritt mit Reiterspielen und Trachtentänzen zur alten Sage.

Der Kuchenritt soll alle zwei Jahre stattfinden, tickt also im Biennale-Rhythmus. Im Prinzip. Nach der Premiere 1966 findet der zweite Kuchenritt aber erst 1969 statt, mit fast 30 Festwagen und Gästen von auswärts. 1971 sind sogar Kritiker des Rathauses im Umzug mitgefahren, fordern den Bau eines Jugendhauses und beklagen das „Arthurium“, wie das 1970 eingeweihte, heute unter Denkmalschutz gestellte Rathaus, damals genannt wurde. Damals tauchen die ersten Partnerstädte wie Corbeil-Essonnes (Frankreich), Dronfield (England) oder Schaffhausen (Schweiz) auf, 1975 kommen die ersten ausländischen Migranten wie der Verein slowenischer Aussiedler.

Auch nach dem ersten internationalen Straßenfest 1977 bleiben die ausländischen Vereine noch im Kuchenritt, bei dem 1988 zum 725-jährigen Stadtjubiläum Oberbürgermeister Dr. Dieter Burger und sein französischer Kollege aus Corbeil-Essonnes, Roger Combrisson, gemeinsam den Kuchen auf dem Marktplatzpodium anschneiden. Ganz zivil, in Anzug und Krawatte, ohne die Kostüme, die über 20 Jahre hinweg die Elite der Stadt symbolisierten.

In ihrer Doktorarbeit „Die Daimler-Familie Sindelfingen“ von 1996 zitiert die in Sindelfingen aufgewachsene Helga Merkel die SZ/BZ mehrfach wie nach dem Kuchenritt 1983: „Hauptsache, es ist historisch. Man nehme die alte Sage um den guten Herzog Ulrich, mixe einige historische Daten und Fakten dazu, lasse das Ganze ein paar Jahrhunderte gären und kredenze die Mixtur schließlich als wohlschmeckendes Volksfest im nach Nostalgie dürstenden Ende des zwanzigsten Jahrhunderts.“ Der Kuchenritt fällt nach seiner letzten Ausgabe 1988 zum Stadtjubiläum dem Rotstift im Sindelfinger Rathaus zum Opfer.

Genau 25 Jahre nach dem letzten großen Stadtjubiläum greift das Rathaus das alte Volksfest zur 750-Jahr-Feier 2013 erneut auf. „In der neuen Form gibt es keine Nostalgie, dafür die Einbeziehung von Kindern als die jüngsten Bürger, die, anders als früher, ernst genommen werden müssen“, schreibt Frank Martin Widmaier, damals künstlerischer Leiter des Festwochenendes im Sommer 2013: „Die Schulen sind Ausgangspunkt des Sternmarsches. Es gibt einen demokratischen Ansatz: Wer etwas abgibt, kann auch etwas erwarten. Die Schüler bringen Gaben und äußern Wünsche.“

Beim neuen Anlauf mit seinem neuen Symbol, einem farbigen Kreis an einer weißen Lanze, verwandeln 900 Schulkinder 2013 den Kuchenritt im Sommerhofenpark in ein Farbenmeer. Nach der Zwangspause wegen Zeitnot bei der ersten Biennale 2015 haben Horst Zecha und Markus Nau den Kuchenritt 2017 in das Floschenstadion verlegt, um allen Kindern die Sicht auf das Geschehen auf der Tribüne zu ermöglichen.

Peter Bausch, Jahrgang 1953, hat vom Kinderfest im Eichholz bis zum Kuchenritt 2013 im Sommerhofenpark alle Sindelfinger Feste erlebt.

1981 sind beim Kuchenritt auf der Wiese neben dem Festplatz Sommerhofen Kostüme gefragt. Sowohl für die Rathaus-Elite als auch für die Tänzer. Bilder: Stampe

Das Kuchenreiter-Symbol wird 1988 durch die Innenstadt gekarrt. Nach dem Kuchenritt zum 725-jährigen Stadtjubiläum wird das Volksfest aus Finanznot gestrichen.

Die SZ/BZ hat sich mit dem Sindelfinger Forstrevierleiter Markus Klas (Bild: z) unterhalten, weshalb man bei einem Besuch im Wald derzeit besonders vorsichtig sein muss.

In Baden-Württemberg herrscht im Waldgebiet vom 1. März bis zum 31. Oktober Rauchverbot. Weshalb?

Markus Klas: „Das Verbot gilt in diesen Monaten, weil dort in den Wäldern oft eine extreme Trockenheit herrscht. Gerade in Phasen wie derzeit, wenn die Temperaturen regelmäßig über 30 Grad erreichen und es kaum Regen zur Abkühlung des Bodens gibt, entsteht eine hohe Waldbrandgefahr. Dann sind Laub und Gras so trocken, dass schon eine einzige Zigarette für einen verheerenden Waldbrand sorgen könnte.“

Auch das Grillen im Wald ist nur an ausgewiesenen Stellen möglich. Wie sind diese Plätze ausgerüstet?

Markus Klas: „Jede unserer Grillstellen im Waldbereich ist mit einem speziellen Dach ausgerüstet, das einen Funkenflug auf die Wiese verhindert.“

Welche Gefahr bedeutet es, im Wald woanders zu grillen?

Markus Klas: „Eine große Gefahr. Wer zum Beispiel mit einem Einweg-Grill seine Würstchen rösten will, riskiert mit dem am Boden liegenden Grill trockenes Gras oder Laub in Brand zu stecken.“

Es wird derzeit zudem davor gewarnt, Autos oder Traktoren im Wald abzustellen, weil auch ein heißer Katalysator eine Gefahr darstellt? Gilt das auch für das Waldgebiet rund um Sindelfingen?

Markus Klas: „Weil Autos oder Traktoren bei uns in der Regel nur auf ausgebauten Waldwegen unterwegs sein können, gilt das für Sindelfingen nur bedingt.“

Liegen gebliebene Glasflaschen sind aber auch hier eine Gefahr?

Markus Klas: „Ja, definitiv. Schon eine kleine Scherbe kann mit ihrer Brennkraft dafür sorgen, dass ein Feuer entstehen kann. Deshalb kontrolliert die Stadt jeden Montag und Freitag Grillstellen und andere beliebte Treffpunkte im Wald auf liegen gebliebenes Glas. Sollten wir an einer Stelle von einem erhöhten Brandrisiko ausgehen, kann dieser Platz von der Stadt auch vorübergehend geschlossen werden.“

Treffen Sie bei Ihren Rundgängen im Wald derzeit auf Personen, die sich nicht an die Vorgaben halten?

Markus Klas: „Ja, das kommt sogar öfters vor. Vor allem Leute mit einer brennenden Zigarette treffe ich regelmäßig und weise sie auf das geltende Rauchverbot hin.“

Reagieren die Leute mit Verständnis?

Markus Klas: „Das tun sie. Die Leute kennen das Verbot meistens nicht. Sie sehen aber sofort ein, dass eine Zigarette bei über 30 Grad nicht in den Wald gehört. Ich kann hier nur an den gesunden Menschenverstand appellieren und die Leute dazu auffordern, sich im Wald vor allem in anhaltenden Hitzephasen nicht fahrlässig und verantwortungslos zu verhalten.“

Was muss man tun, wenn man einen Waldbrand entdeckt?

Markus Klas: „Dann ist sofort die Feuerwehr zu verständigen. Die wiederum gibt uns Förstern Bescheid und gemeinsam wird ein Einsatzplan ausgearbeitet. Wir Förster wissen schließlich genau, wie man im Wald zu welcher Stelle kommt und woher man das Löschwasser nehmen kann. Diese Vereinbarung wurde nach dem Brand im März 2012 in der Viehwiede getroffen, als bei einem Waldbrand ein Feuerwehrmann verletzt wurde und ein Sachschaden von 3000 Euro entstand.“

Sind fatale Waldbrände, wie sie es derzeit in Portugal gibt, auch rund um Sindelfingen denkbar?

Markus Klas: „In diesem Ausmaß vermutlich nicht. Gerade weil unsere Feuerwehr die Möglichkeit hat, überall zügig zum Löschen hinzugelangen. Aber schon ein kleinerer Brand kann ja einen großen Schaden verursachen. Deshalb sollte man im Wald absolut vorsichtig sein.“

Daniel Bilaniuk berichtete für die SZ/BZ vor drei Wochen vom Großbrand im ehemaligen Gamma-Möbelcenter.

Bei einem Waldbrand am Hirschbuckel nahe der Sindelfinger Viehweide wurde im März 2012 ein Feuerwehrmann bei den Löscharbeiten verletzt. Zudem entstand ein Sachschaden von rund 3000 Euro. Seit diesem Brand arbeiten in Sindelfingen Feuerwehr und Forstrevier enger zusammen. Bild: Stampe/A

Richard Pitterle (Bild: z) wird dem Deutschen Bundestag nach der Wahl im September nicht mehr angehören. Bei der Landeswahlversammlung der Linken in Stuttgart blieb er ohne Listenplatz. Der Sindelfinger, der seit 2009 Bundestagsabgeordneter ist, bewarb sich um Platz vier der Landesliste, unterlag aber in einer Stichwahl dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden Tobias Pflüger (Wahlkreis Freiburg), den der Parteivorstand favorisierte.

Der Auftritt von Sahra Wagenknecht heute ab 16.30 Uhr auf dem Sindelfinger Marktplatz ist den guten Kontakten von Richard Pitterle geschuldet: „Es freut mich natürlich sehr, dass Sahra Wagenknecht in Sindelfingen auftritt. Das ist auch eine Bestätigung meiner Arbeit als Bundestagsabgeordneter“, sagt der Sindelfinger. „Aufgrund ihres hohen bundesweiten Bekanntheitsgrades rechne ich schon mit 1000 Besuchern auf dem Marktplatz. Der Illusion, dass das alles unsere potenziellen Wähler sind, gebe ich mich natürlich nicht hin“, so Pitterle.

Sahra Wagenknecht (Bild: z) wird in ihrer Rede auf dem Sindelfinger Marktplatz auf die aktuellen Entwicklungen eingehen. Die Linken-Spitzenkandidatin sagt: „Kapital braucht Kontrolle und wirtschaftliche Macht braucht Grenzen.“ Sie fordert einen Finanz-Tüv, der die Verbreitung „dubioser“ Finanzprodukte verhindert. Ein umfassendes Lobbyregister sowie eine Vermögenssteuer würden ihrer Meinung nach dazu wichtige Beiträge leisten. Richard Pitterle war Obmann im Untersuchungsausschuss der Linksfraktion zu den sogenannten Cum/Ex-Geschäften. Heute werden allerdings die Geschehnisse in Sindelfingen – unter anderem die Oberbürgermeister-Wahl – sowie im Wahlkreis im Mittelpunkt seiner Rede stehen.

Info:

Im Anschluss an die Rede auf dem Marktplatz geht in der Buchhandlung Röhm gegen 18 Uhr eine Signierstunde mit Sahra Wagenknecht über die Bühne. Der Titel ihres aktuellen Buches lautet: „Reichtum ohne Gier“