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Der Deutsche Kinderschutzbund Kreisverband Böblingen veranstaltet in diesem Jahr zum neunten Mal eine Tombola in Form eines Kunst-Adventskalenders. 55 Sponsoren stifteten dazu 125 Gewinne im Wert von etwa 7500 Euro.

Der Sindelfinger Künstler Joachim Kupke (Bild: Groß/A) hat dem Kinderschutzbund das diesjährige Kalendermotiv zur Verfügung gestellt. Joachim Kupke wird am Samstag, 11. November, 11.11 Uhr bis 12.30 Uhr am Verkaufsstand des Kinderschutzbunds auf dem oberen Marktplatz in Sindelfingen die Kunst-Adventskalender signieren.

Der Adventskalender, mit einer Auflage von 3000 Exemplaren, wird bis zum 30. November zum Preis von 5 Euro verkauft. Jeder erworbene Kalender hat auf der Rückseite eine Nummer, die in die Verlosung kommt. Ab 1. Dezember werden täglich die Gewinnzahlen in der SZ/BZ und unter www.kinderschutzbund-boeblingen.de im Internet veröffentlicht.

Die Gewinne können bis zum 31. Januar 2018 im Kinder- und Familienzentrum „Altes Rathaus“ in Maichingen abgeholt werden. Der Erlös der Kalender-Aktion kommt den vielfältigen Projekten des Kinderschutzbundes zugute. Weitere Informationen unter www.kinderschutzbund-boeblingen.de im Internet.

Gut gelaunt machte sich Dr. Bernd Vöhringer gestern Nachmittag auf den Weg nach Stuttgart. Aus Mannheim hatte den Sindelfinger Oberbürgermeister die Nachricht erreicht, dass die Firma Breuninger mit ihrer Klage gegen die Stadt Sindelfingen Erfolg hatte, doch dieser Richterspruch ist ganz im Sinne der Stadt. „Es ist eine Freude, diesen Prozess zu verlieren“, jubelte Dr. Vöhringer.

„Das ist ein guter Tag für Sindelfingen und für die Arbeitsplätze, und es ist ein guter Tag für die Region, denn das Urteil ermöglicht es, dass auch außerhalb von Stuttgart Entwicklung für den großflächigen Einzelhandel möglich ist“, so der Sindelfinger Oberbürgermeister.

Nach einem Beschluss des Gemeinderats erteilte die Stadt Sindelfingen der Firma Breuninger Ende 2012 einen Bauvorbescheid für die Erweiterung des Breuningerlands. Auf Weisung des Regierungspräsidiums als Dienstaufsichtsbehörde musste die Stadtverwaltung im Januar 2013 den Bescheid zurücknehmen. Das Regierungspräsidium erklärte auf Drängen des Verbands Region Stuttgart und mehrerer Städte, wie Böblingen und Holzgerlingen, den Bauvorbescheid für rechtswidrig, weil er gegen den einschlägigen Bebauungsplan der Stadt Sindelfingen aus dem Jahr 1997 verstoße.

Außerdem stehe er nicht im Einklang mit der Regionalplanung und verstoße gegen das gesetzliche Gebot, sich bei der Bauleitplanung mit den umliegenden Städten und Gemeinden abzustimmen. Das Stuttgarter Verwaltungsgericht stützte diese Auffassung im Frühjahr 2016 und wies die Klage von Breuninger gegen die Rücknahme des Bauvorbescheids ab. Breuninger ging daraufhin in die nächste Instanz und hat jetzt vor dem VGH Recht bekommen.

Zum Urteil des 5. Senats erklärte die Vorsitzende Richterin Sabine Speckmaier gestern in ihrer Begründung, „der Bauvorbescheid hätte nicht zurückgenommen werden dürfen, denn er sei nicht rechtswidrig. Der Bebauungsplan aus dem Jahr 1997 und auch dessen Vorläufer aus dem Jahr 1971 stehen dem Erweiterungsvorhaben von Breuninger nicht entgegen, denn beide Bebauungspläne litten an Fehlern, die zu ihrer Unwirksamkeit führten.“ Die Stadt habe deshalb korrekt gehandelt und den Bauvorbescheid nach Paragraf 34 des Baugesetzbuches erteilt.

Eine Revision gegen das Urteil wurde vom VGH nicht zugelassen. Diese Entscheidung kann aber innerhalb eines Monats durch Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig angefochten werden.

„An Deutlichkeit ist dieses Urteil nicht zu überbieten. Was die Stadt Sindelfingen gemacht hat, war nach Recht und Gesetz“, so kommentiert OB Dr. Vöhringer die Entscheidung des obersten baden-württembergischen Verwaltungsgerichts. „Was Sindelfingen von mehreren Seiten vorgeworfen wurde, war heftig“, sagte der Oberbürgermeister in seiner Stellungnahme.

Im Sindelfinger Rathaus will man jetzt alles tun, damit Breuninger „so schnell wie möglich bauen kann“, kündigte OB Dr. Vöhringer an. Einen Bauantrag des Stuttgarter Unternehmens wolle man „rechtssicher, aber zügig“ bearbeiten, so der Oberbürgermeister. Dr. Vöhringer appelliert an den Verband Region Stuttgart und das Regierungspräsidium (RP) „das Urteil zu akzeptieren“. Beim RP und der Stadt Böblingen, die am Verfahren beteiligt ist, gab man sich gestern zugeknöpft. „Solange die Urteilsbegründung nicht vorliegt, lässt sich die Entscheidung nicht analysieren. Erst dann können wir uns inhaltlich dazu äußern“, sagte Böblingens OB Wolfgang Lützner. Ähnlich reagiert man beim RP: „Sobald dem Regierungspräsidium Stuttgart die schriftliche Urteilsbegründung vorliegt, werden wir diese und das weitere Vorgehen prüfen“, so Pressesprecher Matthias Kreuzinger.

Die Firma Breuninger will sich heute zum Urteil des VGH und zum weiteren Vorgehen äußern.

Um rund 10 000 Quadratmeter soll das Sindelfinger Breuningerland zwischen dem bestehenden Einkaufscenter und dem Zentrallager von Breuninger (links) erweitert werden. Bild: Stampe/A

Veranstaltet wurde der Abend vom Verein schwäbische Mundart und vom Förderverein schwäbischer Dialekt.

„Auf Hochdeutsch kommt vieles längst nicht so prickelnd rüber wie auf Schwäbisch“, so Autor Hanno Kluge. „Die Mundart ist zupackender und treffender.“ Mit Lesungen aus seinen Werken stellte Hanno Kluge unter Beweis, wie der Schwabe mit wenigen Worten viel ausdrücken kann und umgekehrt mit einer Vielzahl an Begriffen nichts sagen kann. Auch der bei den Schwaben bekannte Nachtkrabb findet mit einer Hommage an Goethes „Erlkönig“ in Hanno Kluges Werken Platz.

Autor Markus Manfred Jung zeigte, dass die alemannische Mundart eng mit der schwäbischen verwandt ist. In kurzen, aphorismenartigen Gedichten reiht er Wörter in Beziehung aneinander und bringt so das Wesentliche auf den Punkt. Wo das Publikum doch kleinere Verständnisschwierigkeiten hatte, erklärte er einzelne Wörter und ihren Hintergrund. „Der Dialekt verleiht den Gedichten neue Tiefe“, so Jung, Mitbegründer und Organisator der Schopfheimer Mund-Art Literatur-Werkstatt.

Marlies Grötzinger ermunterte das Publikum, den Dialekt im Alltag zu nutzen. Seit fast 30 Jahren schreibt die Autorin Gedichte und Geschichten in oberschwäbischer Mundart. Mit „Yuppis sind endgültig out“, einer schwäbischen Mundart-Glosse auf „schwänglisch“, zeigte sie, dass auch im Dialekt die englische Sprache immer mehr Einzug erhalten hat.

Dass die schwäbisch-alemannische Mundart sich durchaus auch für die Musik eignet, bewies Liedermacher Pius Jauch mit seinen Liedern. „Wenn man auf Hochdeutsch singt, braucht man kein Schlagzeug mehr“, so Pius Jauch. Die Mundart dagegen sei um einiges weicher und wohlklingender in ihrer Aussprache. In seinen Liedern singt Pius Jauch von Alltagsdingen, wie dem nicht immer einfachen Job des Liedermachers oder der ersten Reise „den Neckar na“ mit dem Fahrrad. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Figur seines Großvaters, der seine Kindheit wesentlich prägte.

„Die Muttersprache verbindet die Menschen mit ihrer Heimat“, so Dr. Wolfgang Wulz. „Mit unserem Verein schwäbische Mundart wollen wir den Dialekt erhalten.“ Neben Lesungen und Vorträgen und einer Mundart-Werkstatt setzt sich der Verein auch bei dem Projekt „Mundart in der Schule“ ein. „Wir wollen das schwäbische Kulturgut als Spracherbe auch bei der jungen Generation erhalten und den Kindern, die nicht damit als Muttersprache aufgewachsen sind, die Mundart aufzeigen und das Verständnis dafür geben.“

Mundart-Autoren bei den Literaturtagen in der Sindelfinger Stadtbibliothek: Hanno Kluge, Marlies Grötzinger, Markus Manfred Jung und Pius Jauch (von links). Bild: Groß

Über 20 Autoren hatten sich an dem Literaturwettbewerb beteiligt, der im Rahmen der Baden-Württembergischen Literaturtage unter dem Titel „Schreibarbeit“ stattfand. „Die Texte waren anonymisiert“, erläutert die Journalistin Irene Ferchl, die zusammen mit den Kulturamtsleitern von Sindelfingen und Böblingen, Horst Zecha und Peter Conzelmann, dem Direktor der Volkshochschule Böblingen-Sindelfingen, Dr. Christian Fiebig, sowie dem SWR-Journalisten Werner Witt die Jury bildete: „Wir wussten also nicht, ob es sich um Anfänger oder namhafte Autoren handelt.“

Auf den dritten Platz wählte die Jury den Stuttgarter Journalisten Benjamin Schieler, der sich als Autor fiktiver Texte Marc Bensch nennt. „Es war morgen“ nennt sich Benschs dystopischer Text, in dem der Autor ausgehend von Platons Höhlengleichnis die aufklärerischer Kraft der Literatur auslotet.

Einen Text mit autobiographischen Elementen reichte die zweitplatzierte Ursula Wieser aus Freiburg ein, hauptberufliche Fotografin und nebenberufliche Autorin. In „Fremde“ erzählt Ursula Wieser von einer jungen Frau, die nach Irland emigriert, um dort als Autorin Fuß zu fassen. „Es handelt sich um eine einfühlsam erzählte Geschichte, deren Aussage sich en passant erschließt“, urteilt Irene Ferchl, die Kulturjournalistin beim Südwestrundfunk.

Keine Unbekannte in der lokalen Kulturszene ist die Gewinnerin des Wettbewerbs, Corinna Hahn: Als Mitglied des Vereins „Kreatives Theater Böblingen“ zeichnet die hauptberuflich in einer Übersetzungsagentur arbeitende Böblingerin als Mit-Autorin für Eigenproduktionen wie „Unfeeig“ oder „Charlottes Hochzeit“ verantwortlich. In ihrem Text „Fantasy-Stories“ entwirft Corinna Hahn die düstere Geschichte einer zwar erfolgreichen Autorin, die aber als Lohnschreiberin unter Quotendruck in einer Text-Fabrik weitab von jedem literarischen Ideal arbeitet.

Die Gewinner des Schreibwettbewerbs: von links Corinna Hahn, Ursula Wieser und Benjamin Schieler. Bild: Staber

Die ersten Tore sind schon vor der offiziellen Einweihung gefallen. Die Maichinger Kinder und Jugendlichen hatten kein großes Interesse daran, den formellen Akt abzuwarten und haben den Bolzplatz zwischen Stadion und Allmendstraße schon seit ein paar Tagen in Beschlag genommen. Ihr Urteil: „Der ist gut so.“ Zwei Spielfelder mit vier Handballtoren liegen eingezäunt parallel zur Allmendstraße und sollen vor allem die Kinder aus dem gegenüberliegenden Neubaugebiet anlocken. Die Spielrichtung ist deshalb so gewählt, damit zu hoch angesetzte Torschüsse nicht auf die Straße landen. 75 000 Euro hat die Stadt für die Rasenanlage in die Hand genommen und damit noch etwas draufgesattelt auf die bereits bestehenden Spiel- und Grünflächen für das Wohngebiet Allmendäcker I. Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer unterstrich das Selbstverständnis als „kinder- und familienfreundliche Stadt“, zerschnitt dann zusammen mit den Kindern und Jugendlichen das Band und schoss anschließend sogar selbst aufs Tor. Etwa 1,8 Millionen Euro stehen insgesamt im Plan für alles, was im Quartier für Aufenthaltsqualität sorgen soll. Der GSV Maichingen profitiert vom neuen Bolzplatz insofern, dass mit den Bambinis die Kleinsten hier ab und zu auf Torejagd gehen dürfen.

– weg –/Bild: Wegner