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ine runde Sache: Das Tee-Dösle wird 30 Jahre! Maximiliane Kirchmeier eröffnete am 24. Januar 1986 in der Oberen Vorstadt das Teefachgeschäft. Für die Teetrinkerin aus Leidenschaft war irgendwann klar, dass sie ihre Passion zum Beruf machen wollte.
„Angefangen haben wir mit 120 Teesorten“, erinnert sich Maximiliane Kirchmeier. Schwarztee, grüner Tee, Früchte- und Kräutertee waren im Angebot, allerdings nicht so umfangreich wie heute. Damals wie heute ist das Schnuppern an den Teeblättern oder die Mitgabe einer Teeprobe im „Tee-Dösle“ ein selbstverständlicher Service. Seit 1999 ist das Geschäft in der Planiestraße 1/1 beheimatet.
Die Kunden – sehr viele halten dem Tee-Dösle seit Jahren die Treue – haben die Wahl zwischen mehr als 200 verschiedenen Tees, je nach Jahreszeit, Neuheiten und Klassikern. Für Teegenießer besorgt Maximiliane Kirchmeier auch immer mal wieder Raritäten. Alle Teesorten sind rückstandskontrolliert, darauf legt die Geschäftsführerin Wert. Im Angebot hat das Tee-Dösle-Team neben Tees diverse Accessoires, natürlich passend zum Thema der Welt des Tees. Porzellan findet sich im Tee-Dösle ebenso wie kleine kulinarische Köstlichkeiten: von Teegebäck über Kandis und Honig bis hin zu Schokoladen und Fruchtsaft-Gummibären. „Gerne stellen wir auf Wunsch individuelle Geschenke zusammen“, betont Maximiliane Kirchmeier. 80 Prozent ihrer Kunden sind Stammkunden. „Ohne meine Kunden hätte ich die vergangenen 30 Jahre nicht geschafft“, betont sie. Besonders freut die Teeliebhaberin, dass ihr Geschäft immer mehr junge Menschen erreicht. „Die Mittzwanziger kommen verstärkt.“

Und auch City-Marketing Sindelfingen e.V. hat sich zum 30. Geburtstag des Tee-Dösles etwas einfallen lassen: In elf Geschäften in Sindelfingen erhalten Kunden im Februar 2016 bei einem Einkauf im Wert von 30 Euro einen Jubiläumstee geschenkt.

 

 

City Marketing Nachrichten

SZ/BZ Nachrichten

Die Ausgangslage: Neun Millionen Euro würde es kosten, das im Dezember 1976 eröffnete Hallenbad zu sanieren und damit den Status quo zu halten. Allerdings droht dieses dann, ein Fass ohne Boden zu bleiben. Allein mit über drei Millionen Euro rechnet die Stadt an jährlichem Betriebskostenzuschuss. Die Idee ist deshalb, das Hallenbad attraktiver zu machen und mehr Besucher anzuziehen.

Falls die Stadt das selbst übernehmen will, gibt es Überlegungen, die sich zwischen elf und 28 Millionen Euro bewegen. Darüber hinaus existiert der Gedanke, einen privaten Betreiber ins Boot zu holen, der bis zu 60 Millionen Euro in die Hand nimmt (siehe auch „Die Varianten“ auf dieser Seite).

Finanzbürgermeister Christian Gangl nagelte noch einen Rahmen fest: Große Sprünge macht die Stadt nicht aus dem Stand. Wenn einmal Gewerbesteuern einbrechen und dann wieder sprudeln, sind Planungen schwierig. Selbst die besten Konzepte können so schnell mal in der Schublade landen. Und mittelfristig kündigen sich sowieso Schulden in Höhe von 60 Millionen Euro an.

Auch deshalb bringt die Stadt zusammen mit der Nürnberger Kommunalberatung „Con-pro“ externe Partner ins Spiel, die sogar solche Summen stemmen, die für die Stadt außerhalb jeder Diskussion stehen. Dr. Klaus Batz sprach für die Bäderexperten aus Franken: „Wir schlagen die drei Varianten vor, weil wir den Bestand sichern und so günstig wie möglich erhalten wollen.“ Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer: „Jede Variante hat ihre Stärken, aber auch Schwächen. Klar ist: Wir machen das für Sindelfingen, wir sammeln Stimmen und Stimmungen.“

Die Grenzen lassen sich verschieben, von Anbauten und Umbauten ist die Rede, von einem Cabriodach, auch von einem russischen Saunadorf wie in den Badegärten Eibenstock im Erzgebirge. Je nach Dimension könnte es auch ein weiteres Parkdeck über dem Parkplatz geben. Baubürgermeisterin Dr. Corinna Clemens hält Sindelfingens Straßen dafür gerüstet: „Unser System ist leistungsfähig genug.“ Man müsste wohl nur ein paar Ampeln anders stellen. „Wir können es, wir müssen aber nicht“, sagte Dr. Bernd Vöhringer zu allen Alternativen.

So breit das Angebot, so bunt die Resonanz. Der Sindelfinger Jochen Schneider hätte gerne die große Lösung, „weil es nichts dergleichen in der Umgebung gibt“ und endlich etwas für Familien getan werden müsste. Ute Steinheber würde sich „als Abteilungsleiterin Behinderten- und Rehabilitationssport im VfL Sindelfingen über die Variante zwei freuen“: Die Stadt investiert selber kräftig und unter anderem würde es ein weiteres Becken für Kurse geben.

Wilma Römer hätte es gerne „so wie jetzt, nur hübscher“ und kann nicht verstehen „dass man einer Einrichtung Konkurrenz machen will, die ein paar Kilometer weg ist“. Reiner Schneider spricht als stellvertretender Abteilungsleiter für die VfL-Schwimmer, die gerne „das sportliche Angebot ausbauen“ würden. Dagegen ist VfL-Tauchtrainer Thorsten Schenk-Trautmann „froh, dass das Bad überhaupt gehalten werden soll“.

Dann gab es noch eine Reihe von Sindelfingern, die das Übel gerne an einer anderen Wurzel packen würden. Das hat mit einem Dampfbad zu tun, das außer Betrieb gesetzt wurde, mit untragbaren Umkleiden oder fehlendem WC-Papier. Die wildeste Variante des Abends brachte Jörg Mornhinweg ins Spiel: eine Eishalle, mit dessen Abluft man die Becken heizen könnte.

Dr. Klaus Batz von der Nürnberger Kommunalberatung „Con.pro GmbH“ stellt seine Ideen für das Hallenbad im Sindelfinger Badezentrum vor (links). Über 200 Gäste hören im kleinen Saal der Stadthalle genau hin. Anschließend folgt eine leidenschaftliche Diskussion. Bilder: Wegner

Bislang floss der Eschenbrünnle-Graben unter dem früheren Louis London-Grundstück an der Ecke Eschenbrünnle-/Tilsiter Straße durch. Für den Bau einer Tiefgarage für die neue Bitzer-Hauptverwaltung wird der Graben derzeit unter die Eschenbrünnlestraße verlegt. Die Bauarbeiten, die nach Auskunft der Stadtverwaltung voraussichtlich bis Ende März dauern, sorgen derzeit immer wieder für Behinderungen, vor allem beim Abbiegen in Richtung Breuningerland. Von der ehemaligen Hauptverwaltung von Louis London, die das Textilunternehmen schon in den 1990er Jahren aufgegeben hat, sind nur noch Reste übrig. Der Abriss macht Platz für die neue Hauptverwaltung der Firma Bitzer: An der Tilsiter Straße 1 wird das Kühlmaschinenbau-Unternehmen unter anderem einen etwa 70 Meter hohen, 17 Stockwerke umfassenden Büroturm errichten. – tim –/Bild: Stampe/A

Korsettfabriken, Jacquard-Weberei und die erste Mechanisierung im Textilbereich: Der Wirtschaftszweig, der Sindelfingen im 19. Jahrhundert über Wasser hält, ist im kompletten Umbruch. Ein Stuttgarter Fabrikant, August Vellnagel, lässt 1903 in Sindelfingen an der Bahnhofstraße, die 1883/1884 für 160 000 Reichsmark auf 2,25 Kilometern die kürzeste Verbindung vom Viehmarktplatz am neuen Rathaus von 1845 bis zum Bahnhof Böblingen schafft, ein Industriegebäude bauen.

Der Architekt Philipp Jakob Manz ist damals ein Star der Szene. Der gelernte Maurer und Steinhauer, 1861 in Urach geboren, zählt spätestens nach seinem Umzug 1900 nach Stuttgart zu den Wegbereitern des funktionalen Bauens und zeichnet für Fabriken in Österreich, Ungarn, Polen, Tschechien, Frankreich, aber vor allem im deutschen Südwesten verantwortlich. Noch heute erhalten und unter Schutz steht die Munitions- und Waffenfabrik in Karlsruhe, in der heute das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) untergebracht ist.

August Vellnagel hält nicht lange durch an der Bahnhofstraße. Victor Schindler erwirbt das Gebäude aus der Insolvenzmasse, muss aber schon 1905 die Fabrik wieder verkaufen. Der Nürtinger Franz Entreß übernimmt das Haus und beschäftigt in seiner Strumpffabrik 1911 immerhin 86 Menschen, ist damit das viertgrößte Unternehmen im damaligen Sindelfingen.

Die Besitzer der Backstein-Fabrik geben sich weiter die Klinke in die Hand, bis 1936 die Dehomag für Kontinuität über ein paar Jahrzehnte hinweg sorgt. Dehomag ist die Abkürzung für die 1910 in Berlin gegründete „Deutsche Hollerith-Maschinen-Gesellschaft“, die im selben Jahr die ersten Volkszählungen im damaligen Kaiserreich mit Lochkarten organisierte.

Sindelfingen ist spätestens 1927 in die Datenverarbeitung eingestiegen, als die aus der Maschinenfabrik Kabisch hervorgegangene Firma Optima die ersten Locher und Prüfer im Wiesengrund an der Stadtgrenze zu Böblingen produziert und 1934 von der Dehomag komplett übernommen wird.

Dieses Unternehmen ist die Wiege der „Internationalen Büro-Maschinen-Gesellschaft“, also der IBM Deutschland. Die Firma hat Thomas J. Watson 1924 so getauft, nachdem er schon 1922 bei der Dehomag eingestiegen war, die 1936 die ehemalige Strumpfstrickerei Entreß übernimmt und dort die Lochkarten-Druckerei einrichtet.

An der Bahnhofstraße laufen die Fäden für die spektakulärste Aktion der Dehomag im Mai 1939 zusammen. Bei der „Großdeutschen Volkszählung“ werden 22 Millionen Haushalte in Deutschland, Österreich, dem Sudetenland und dem Saarland erfasst, über 90 Millionen Lochkarten kommen zum Einsatz. Auf einer Ergänzungskarte lässt die nationalsozialistische Reichsregierung Adolf Hitlers zudem die „rassistischen Merkmale“ jedes Haushalts erfassen, das totalitäre Überwachungssystem des Dritten Reiches erreiche damit einen bisher unerreichten Grad der Perfektion, schreiben Susanne Schmidt und Klaus Philippscheck auf der Seite www.zeitreise-bb.de im Internet.

Weil die Dehomag-Gebäude in Berlin im Zweiten Weltkrieg zu fast 90 Prozent zerstört sind, verlegt die Firma, die ab Mai 1949 ganz offiziell unter dem Namen IBM firmiert, ihre Aktivitäten nach Süddeutschland. In Sindelfingen wird ab 1947 die Teilefertigung wieder aufgenommen, die Hauptverwaltung der IBM Deutschland zieht 1952 nach Böblingen, 1974 schließt die Lochkarten-Druckerei an der Bahnhofstraße in Sindelfingen ihre Pforten. Mitarbeiter heben dort ein Museum aus der Taufe, das im dritten Jahrtausend geschlossen wird, als sich die IBM von der Immobilie trennen will.

Fabrik und Gelände erwirbt Integralbau-Chef Wolfgang Körner und überlässt seinem Jugendfreund Karl-Heinz Huschka sowie dessen Partner Roland Fritz die Sanierung des historischen Gebäudes. Das Architekturbüro Solarplan, das ein paar Jahre zuvor die von Georg Bürkle entworfene Lamm-Brauerei durch ein Seniorenstift aus Beton und Glas an der Mahdentalstraße ersetzte, entfernt die weiße Farbe auf der Fassade der alten Fabrik an der Ecke Neckar-/Bahnhofstraße und gibt dem Backstein die volle Pracht für sein Büro, Piano Hölzle und die Wiplus-Steuerberater zurück.

Apropos Georg Bürkle: Nur ein paar Schritte von der ehemaligen Strumpfstrickerei entfernt steht noch die Villa, die der erste Sindelfinger Stadtarchitekt 1904 für den damaligen Kämmerer Wilhelm Leibfried gebaut hat. Kein Backstein, sondern Stein, und das Modell für das Haus steht in Dresden. Der Sindelfinger Finanzchef lässt die Villa Rautendelein, die sich Schriftsteller Gerhart Hauptmann um 1900 im vornehmen Vorort Blasewitz baut, für die Bahnhofstraße kopieren.

Die Nickelmann-Figur hoch über dem Eingang ist eine Hommage an das Drama „Die versunkene Glocke“, mit dem Hauptmann einen seiner größten Erfolge verbucht hat. So haben es die Recherchen der Initiative „Kultur am Stift“ 2014 ergeben.

Strumpffabrik und Villa Leibfried sind heute die letzten Zeugnisse der Geschichte, die Sindelfingens Aufbruch in die Moderne mit der Bahnhofstraße belegen. Abgerissen sind trotz Bürgerprotesten und Denkmalschutz die Villa Dinkelacker gegenüber der Nickelmann-Figur oder die über hundert Jahre alte Weberei-Fabrik von Johann Christian Leibfried.

Das sanierte Gebäude an der Bahnhofstraße, in dem heute das Architekturbüro Solarplan, Piano Hölzle und die Wiplus-Steuerberater ihr Domizil haben. Bilder: P. Bausch

Die Nickelmann-Figur als Hommage an Schriftsteller Gerhart Hauptmann an der ehemaligen Villa Leibfried an der Bahnhofstraße.

200 Häuser in Böblingen haben Risse. Erdwärme-Bohrungen sind schuld daran, dass im Untergrund Gesteinsschichten aufgequollen sind und die Erde nach oben gedrückt haben. Das ist seit Dienstag durch ein Gutachten des Landesamts für Geologie bestätigt. Mit diesem Beweis richtet sich Landrat Roland Bernhard nun an die Versicherungen der Bohrfirma und den Insolvenzverwalter, da die Firma inzwischen zahlungsunfähig ist. Er will, dass nun schnell geklärt wird, wer haftet. Doch so schnell wird das nicht passieren.

Immerhin gibt es einen Fortschritt in Sachen Schiedsverfahren. Seit September herrschte hier Stillstand (die SZ/BZ berichtete). „Wir haben einen Durchbruch erreicht“, verkündet Christian Weishuber, Pressesprecher der Allianz. Die Firma Gungl war nacheinander bei der Württembergischen, der AIG und der Allianz haftpflichtversichert. „Alle drei Haftpflichtversicherer werden jetzt ein Schiedsverfahren – auch ohne Beteiligung des Insolvenzverwalters – einleiten, um die Frage der Zuständigkeit unter den drei Haftpflichtversicherern zu klären“, so Weishuber.

Dabei geht es um die Frage, welche Versicherung für welches Bohrloch zuständig ist. „Das nennt man Deckungsklärung. Danach wird der jeweilige Versicherer prüfen, ob die Firma Gungl bei dieser Bohrung schuldhaft gehandelt hat“, sagt Weishuber. Bis feststeht, welches Bohrloch welcher Versicherung zugeordnet wird, werde es wohl bis zum Jahresende dauern. „Wir besprechen in den nächsten Tagen mit der Interessensgemeinschaft das weitere Vorgehen und werden dann zeitnah das Gutachten in Auftrag geben“, so Weishuber. Die Versicherungen halten vertraglich fest, dass sie das Ergebnis des Schiedsverfahrens anerkennen. Die Haftungsfrage ist nach diesem Fahrplan frühestens 2017 ein Thema.

Dass die Bohrungen die Ursache sind, heißt nicht, dass die Firma auch schuld daran sei. Die Allianz werde das Gutachten des Landesamts nun prüfen. Auch der Insolvenzverwalter Thomas Luger blättert sich durch den 159-Seiten-Bericht. Er war selbst bei der Präsentation am Dienstagabend und sagt: „Ich fand den Bericht plausibel. Der zeitliche Zusammenhang zwischen den Bohrungen und den Erdhebungen im nördlichen Gebiet spricht sehr dafür, dass die Bohrungen die Ursache waren. Aber das reicht noch nicht dafür, dass eine Haftungspflicht vorliegt. Dafür braucht es den Nachweis, dass die Firma schuldhaft gehandelt hat.“ Die Tatsache, dass bei der Sanierung in die Bohrlöcher in der Siemensstraße zusammen 4500 Liter Zementgemisch gepasst haben, sei noch kein Beweis dafür. „Dass die Füllmasse fehlt, wurde zum Zeitpunkt der Sanierung festgestellt. Es kann verschiedene Gründe dafür geben“, so Luger. Auf dem damaligen Stand der Technik sei es vorgekommen, dass Füllmasse durch den Dauerbetrieb der Erwärme-Anlage abplatzte oder durch einen senkrechten Grundwasserfluss schon beim Einfüllen abwanderte. „Heute stellen Kontrollverfahren sicher, dass so etwas nicht passiert. Die gab es damals aber noch nicht“, so Luger.

Der erste Beweis liegt auf dem Tisch, der zweite muss nun folgen. Solange die Bohrung Ursache ist, aber kein Schuldiger feststehe, erkenne der Insolvenzverwalter die Forderungen, die etwas mit den Erdhebungen zu tun haben, nicht an. „Ich habe kein Interesse etwas zu bestreiten, was belegt ist. Wenn der Beweis vorliegt, werde ich den Forderungen zustimmen“, sagt Luger.

Die Interessensgemeinschaft hatte vor der Präsentation des Gutachtens des Landesamts eine Musterklage ins Auge gefasst, um gerichtlich klären zu lassen, ob die Bohrfirma schuldhaft gehandelt hat. Darüber will die IG jetzt angesichts des Sachstandberichts neu beraten.

Mehr auf szbz.de

Das komplette Gutachten steht auf www.szbz.de/zerreissprobe in der Zeitleiste rechts unter dem heutigen Datum. Im SZ/BZ-Infopaket gibt es außerdem Videos, Schaubilder und Hintergrund- geschichten zu den Erdhebungen.

Ob die Firma Gungl schuldhaft gehandelt hat, ist noch nicht geklärt. Bild: fotoknobi/A

Und in Sindelfingen? Gut, beim Internationalen Straßenfest gabs stets am Platz der Partnerstädte auch Spezialitäten-Häppchen aus der italienischen Partnerstadt Sondrio. Aber ein ganzes Menü? Fehlanzeige – doch das soll sich ändern. Am Wochenende 3. bis 5. März planen Roland Stober und Wolfi Knote ein kulinarisches Freundschaftstreffen mit Spezialitäten aus dem Veltlin. „Naja, unsere Veranstaltung ist nicht ganz so groß wie die in Böblingen“, sagt Roland Stober. Doch immerhin wäre ein Anfang gemacht.

Enge Beziehungen

Und dieser entspringt einer Privatinitiative. Seit rund fünf Jahren organisiert Roland Stober Staffelläufe mit seiner Laufgruppe. Spätestens seit dem 570 Kilometer langen Lauf im Jubiläumsjahr 2013 von Sondrio nach Sindelfingen zum Straßenfest sind enge Beziehungen zu den Sportfreunden aus der italienischen Partnerstadt entstanden – vor allem auch zu Paolo Delvò, dem Vorsitzenden der Sondrieser Läufer vom Marathon Club 2002.

Ihn hat Roland Stober schnell für seine Idee gewonnen, das Augenmerk der Sindelfinger etwas mehr auf die Partnerstadt im Veltlin zu lenken. „Die Landschaft dort ist traumhaft schön und die Spezialitäten – das Essen und der Wein – sind ausgesprochen gut“, sagt Roland Stober. Als kulinarischen Berater hat er sich den Doyen der Sindelfinger Gastro-Szene, Wolfi Knote, ins Boot geholt.

Es muss eine illustre Runde in Sondrio gewesen sein, in der die Rahmenbedingungen für die Veltliner Spezialitätenschau festgeklopft wurden. Die Weine dazu liefert der Bio-Winzer Walter Menegola, den kulinarischen Part in der Küche übernimmt Mario Saligari vom Hotel Saligari aus dem nahe gelegenen Verceia

am Lago di Mezzolo, einem Nebensee

des Comer Sees.

Gekocht wird in Sindelfingen im Gemeindezentrum der Dreifaltigkeitskirche. Dort steht den Köchen eine Profiküche zur Verfügung und ein ausreichend großer Raum als Speisesaal. Ein kleiner Raum kann darüber hinaus als Veranstaltungsort für Wein- und Käseseminare genutzt werden. Am Samstag bieten die Sondriesi ihre Spezialitäten an einem Stand auf dem Wochenmarkt an. „Dazu soll es dort auch kleinere Mahlzeiten geben. Wer jedoch ein ganzes Menü haben möchte, der muss hinüber zur Dreifaltigkeitskirche“, sagt Roland Stober.

Welche Spezialitäten am Wochenende von 3. bis 5. März auf die Tische im Gemeindezentrum kommen, steht noch nicht fest. Doch die Veltliner Küche ist reich daran. In erster Linie zählen Pizzoccheri dazu, Bandnudeln, die mit Buchweizenmehl hergestellt werden. Überhaupt der Buchweizen, den geben die Veltliner sogar in ihre Polenta. Da gibt es Risotto in Rotwein oder auch mit Steinpilzen, die zuhauf in den umliegenden Bergwäldern wachsen. Und nicht zu vergessen Sciatt, in Bierteig frittierte Käsewürfel zum Salat. Außerdem Käse von der Milch der Kühe auf den Almen oder auch die hauchdünn geschnittene Bresaola, dem Bündnerfleisch ähnliches luftgetrocknetes Fleisch aus der Rinderkeule.

Info

Das Organisationsteam des Veltliner

Wochenendes sucht noch dringend Leute mit Italienisch-Kenntnissen, die den Sondriesi an den Marktständen hilfreich zur Seite stehen und zwischen Kunde und Verkäufer ein wenig dolmetschen können. Bei Interesse: Roland Stober, Telefon 0 70 31 / 87 33 17,

rstober@dmx.de.