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Das Schlussbild spricht Bände für die Sindelfinger Orgelreihe, die 2017 ihre 28. Ausgabe in der Martinskirche erlebt. Der 16-jährige Tuba-Spieler Fabian Hanke steht strahlend in der Mitte, Vater Matthias Hanke, seit 2016 evangelischer Landeskirchenmusikdirektor in Stuttgart, bei seiner Konzert-Rückkehr in Sindelfingen zur Linken und Tuba-Lehrer Stefan Heimann aus Böblingen zur Rechten legen den Arm auf die Schulter des Gymnasiasten.

Fabian Hanke, 2001 geboren, ist der jüngste Sohn der Hanke-Familie und im Gegensatz zu seinen Brüdern David und Lukas noch nicht zusammen mit seinem Vater in einem Konzert der Orgelreihe aufgetreten. Der Tuba-Spieler, der bei seiner Mutter Theresia zunächst Geige lernte und im Albert-Einstein-Gymnasium (AEG) Böblingen die Bläserklasse besuchte, ist seit seinem ersten Bundespreis beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ im Jahr 2016 Jungstudent bei Stefan Heimann an der Musikhochschule Stuttgart.

Schüler und Lehrer spielen sich bei der Orgelreihe langsam warm. Fabian Hanke übernimmt oben auf der Empore neben der Ende 2016 für 190 000 Euro sanierten und modernisierten Weigle-Orgel die Solistenrolle in einem Bach-Adagio, geht mit seinem Vater hinunter in den Altarraum für die hübsche Barock-Sonate von Benedetto Marcello, bei der die kleine Trefz-Truhenorgel perfekt reicht.

Die Tuba, das tiefste aller gängigen Blechbläserinstrumente, schmeichelt sich mit ihrem warmen Ton ins Ohr, wenn Stefan Heimann im langen Concerto d-moll von Tomaso Albinoni, ebenfalls aus der Barock-Zeit, zunächst die Melodie im poetischen Adagio führt, dann aber von der großen Weigle-Orgel ganz beschwingt ins Allegro mitgenommen wird.

An den Ton des Adagio schließt Barbara York mit ihrer Komposition „How Beautiful“ aus dem Jahr 2009 an, wenn sie den von Liturgin Henriette Huster-Baumann gelesenen Jesaja-Text „Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße des Freudenboten, der da Frieden verkündigt, Gutes predigt, Heil verkündigt, der da sagt zu Zion: Dein Gott ist König“ ganz breit und elegisch für Solo-Tuba und Orgel übersetzt.

Wie sich moderne Kompositionen für Tuba und Orgel anhören können, zeigen drei kleine Perlen von Anna Baadsvik. Die schwedische Komponistin hat die Miniaturen für ihren norwegischen Mann Oystein Baadsvik geschrieben, der in seinen Meisterkursen schon mal Fabian Hanke unterrichtet hat. Zum Finale wird es in der Martinskirche sogar jazzig und mit pikanten Schlussakkorden vergnüglich.

Das Musiker-Trio erntet in der mit weit über 300 Zuhörern sehr gut besuchten Martinskirche Bravo-Rufe und stellt für 2017 einen neuen Spenden-Rekord auf.

Info

Ob Fabian Hanke weiter Tuba studiert, steht in den Sternen, weil der Sindelfinger das Gymnasium wechseln will. Das Konzert der Hanke Brothers Fabian, Jonathan, Lukas und David Hanke in der Biennale Sindelfingen am Freitag, 21. Juli, um 23 Uhr im Propsteigarten neben der Martinskirche Sindelfingen ist bereits ausverkauft. Zur Eröffnung der neuen Saison von „Musik für Sindelfingen“ am Sonntag, 17. September, um 19 Uhr in der Stadthalle Sindelfingen spielen die Hanke Brothers neue Kompositionen von Aleksey Igudesman, Juri de Marco, Stephan Boehme und Jonathan Hanke.

Fabian Hanke, mit der Tuba zum ersten Mal im Konzert mit seinem Vater Matthias Hanke in der Orgelreihe der Martinskirche Sindelfingen. Bild: z

Offener und heller präsentiert sich jetzt die Kaufland-Filiale am Calwer Carrée. Der breite Korridor direkt ab dem barrierefreien Zugang lässt den Blick bis zum modernisierten Thekenbereich zu. „Wir haben alle Regale gekürzt und Aufbauten auf den Wegen beseitigt“, sagt Hausleiter Alexander Hein. In den letzten vier Wochen wurde viel parallel zum Verkauf bereits umgebaut, in den letzten beiden Tagen legten die Handwerker und die Belegschaft Hand an. Große Hinweisschilder weisen den Weg zu den einzelnen Warengruppen auf der einen Seite, auf der anderen Seite wurden viele unübersichtliche Deckenhänger abgeschafft. „Das Thema Nahversorgung liegt uns am Herzen“, sagte Bürgermeister Christian Gangl bei der Vorbesichtigung am Dienstag und betonte, dass die Filiale ein wichtiger Teil der Infrastruktur sei. Auf dem Foto (von links): Sascha Dorday, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sindelfingen, Jörg Schättler (Kaufland-Verkaufsleiter in der Region), Nursen Orhan, Alexander Hein (beide Kaufland Calwer Carrée) und Bürgermeister Christian Gangl. – an –/Bild: Nüßle

Die Mikrofone sind da, Lautsprecher und das Licht ebenfalls. Regisseur Siegfried Barth ist mit seinem Team auf der Zielgeraden. Das Musical „Bühne der Träume“ feiert am Freitag, 30. Juni, um 19 Uhr Premiere in der Klosterseehalle im Sindelfinger Sommerhofenpark. Noch gibt es Karten, aber das Biennale-Organisationsteam hat beschlossen am Donnerstag, 29. Juni, ab 19.30 Uhr eine kostenlose öffentliche Generalprobe in der Halle anzusetzen.

Weil viele Rollen in der Biennale-Produktion doppelt besetzt sind, steht beim kostenlosen Vorgeschmack auf das Musical am Donnerstag die Besetzung mit dem Traumpaar Vivianne Küting und Nils Weber auf der Bühne. In der Premiere am Freitag werden sie von Marie Moreira und Stefan Siebert abgelöst.

Der Goldberg-Gymnasiast kennt sich ja mit großen Produktionen aus, wurde bei einem Musical an seiner Schule von Frank Martin Widmaier für die Multi-Media-Schau „Sindolfs Traum“ zum Stadtjubiläum 2013 entdeckt und stand bei der ersten Biennale 2015 als Teufel auf der „Jedermann“-Bühne vor der Martinskirche. Parallel zu den Proben für das Musical hat Stefan Siebert mit seiner Kollegin Natalie Ahmadi-Nia und Oliver Weiss eine kleine Filmsequenz für die Poetischen Orte in Sindelfingen gedreht (siehe Seite 19). Vielseitigkeit und Engagement sind bei der Biennale halt gefragt.

Peter Bausch hat für die SZ/BZ über die meisten großen städtischen Produktionen seit 1981 geschrieben.

Stefan Siebert springt bei den Proben für das Musical „Bühne der Träume“, das bei der Biennale Sindelfingen am Freitag Premiere feiert. Bild: Oliver Weiss/z

In den letzten Tagen sind in Sindelfingen erneut falsche Rechnungen eines angeblichen Energiedienstleisters aus Bremen aufgetaucht – in diesem Fall der Ararat Technic Company GmbH. Das Schreiben fordert auf, entstandene Servicekosten am Stromzähler über 89,49 Euro zu bezahlen. Damit kopiert die Ararat Technic Company GmbH die Masche der Sharp Energie BVBA, auf deren betrügerische Masche die Sindelfinger Stadtwerke bereits hingewiesen hatten.

Die Stadtwerke stellen hier nochmals klar: Das Stromnetz und fast alle verbauten Stromzähler (Bild: euthymia /Adobe Stock) in Sindelfingen liegen in der Verantwortung der Stadtwerke. Eventuell notwendige Service-Arbeiten am Stromzähler werden ausschließlich von den Stadtwerken durchgeführt. Hierfür fallen keine Zusatzkosten an.

Die Stadtwerke weisen ausdrücklich darauf hin, diesen Forderungen auf keinen Fall nachzukommen. Ebenfalls sollten bei Anrufen, in denen versucht wird, an persönliche Daten heranzukommen, keine Informationen, wie zu Zählernummern oder Verbrauchsmengen weitergegeben werden. Betroffene sollten sich bei der Verbraucherzentrale melden und am besten die Polizei informieren.

Bei Fragen können sich Interessierte jederzeit direkt im Kundenzentrum melden: Stadtwerke Sindelfingen GmbH, Rosenstraße 47, 71063 Sindelfingen, Telefon 0 70 31 / 61 16 320.

Wer sich einmal im Netzwerk der Sindelfinger Kulturszene verfängt, kommt so schnell nicht wieder heraus. Volker Kittelberger ist Architekt, wohnt in Holzgerlingen, arbeitet aber in einem Sindelfinger Büro und ist zum Beispiel über eine CD als Hommage an den Warmbronner Bauerndichter Christian Wagner mit den Leuten von „Kultur am Stift“ in Kontakt gekommen.

Die CD „Kittels Wagner“ gibt es seit gut fünf Jahren, und die SZ/BZ hat das Album damals vorgestellt. Volker Kittelberger kennt sich nämlich nicht nur am Zeichenbrett, sondern auch mit der Gitarre aus und hat 2017 seine neue CD mit dem programmatischen Titel „De Mädla imponiera“ herausgebracht.

Sindelfinger sind hellhörig. Thomas Speer, lange Jahre Chef im Regiebetrieb Stadtgrün, bei „Kultur am Stift“ oder in der Martinskirchen-Gemeinde aktiv, hat Volker Kittelberger nach 2016 auch heuer als Gitarristen und Sänger für seine Mai-Hocketse im eigenen Weinberg von Ammerbuch verpflichtet.

Klaus Philippscheck, der die „Poetischen Orte“ aus Italien nach Sindelfingen importiert hat, entwickelte mit dem Architekten Ideen für eine Neugestaltung des Planie-Dreiecks. Auch darüber hat die SZ/BZ ausführlich berichtet. Am Sonntagabend hat Volker Kittelberger an der Stadtmauer auf dem Schaffhauser Platz seinen ersten Auftritt bei der Biennale Sindelfingen 2017 absolviert, begleitet „Kultur am Stift“ weiter und wird am 21. Juli ab 21.30 Uhr bei der Einweihung des „Poetischen Orts“ im Bauerngarten am Chorherrenhaus Teile seines Wagner-Programms spielen.

Peter Bausch ist seit 1981 mit ein paar Unterbrechungen Mitglied der SZ/BZ-Redaktion, in der er sich um Kultur und seine Heimatstadt Sindelfingen kümmert.

Der Architekt und Gitarrist Volker Kittelberger ist über Thomas Speers Weinberg in Ammerbuch zu „Kultur am Stift“ in Sindelfingen gekommen. Bild: z