Aktuelle Veranstaltungen

City Marketing Nachrichten

SZ/BZ Nachrichten

Anpacken, wo andere erst einmal reden – „genau das ist es, was unsere Stadt ausmacht“, sagte der Oberbürgermeister in der Stadthalle. Als Beispiel nannte Dr. Vöhringer die Sindelfinger Hilfsorganisation „Nachbarn in Not“, die seit über 30 Jahren Mitbürger in Notlagen unterstützt. Die Spenden des Neujahrsempfangs gingen dieses Mal auch an „Nachbarn in Not“.

Dass der Zusammenhalt auch in Zukunft wichtig und nötig ist, machte der OB auch beim Thema Flüchtlinge und Zuwanderung deutlich: „Ich bin überzeugt davon, dass uns, wenn wir alle unseren Beitrag leisten, ein offenes, friedliches und tolerantes Zusammenleben auch in Zukunft gelingt“, sagt Dr. Vöhringer.

Auf der Agenda der Stadt steht viel und es kommt einiges auf die Bürger zu. Zu den Top-Themen Wohnungsbau, Integration, Ausbau der A 81, Busverkehr und die Sanierung der Marktplatz-Tiefgarage, sagte der Sindelfinger Oberbürgermeister in seiner Neujahrsrede unter anderem:

 64 000 Menschen leben in Sindelfingen

• Wohnungsbau: „Aktuell wohnen in Sindelfingen rund 64 000 Menschen – vor wenigen Jahren lag die Einwohnerzahl noch bei 60 000. Und mit der Bevölkerung steigt auch die Nachfrage nach Wohnraum. Deshalb haben Gemeinderat und Verwaltung über die strategische Ausrichtung und die Handlungsfelder des künftigen Wohnungsbaus beraten. Als Ergebnis haben wir das ‚Sindelfinger Zehn-Punkte-Programm‘ präsentiert. Schon jetzt arbeiten wir an zahlreichen Projekten, um weiteren Wohnraum in Sindelfingen zu schaffen. Zwei Beispiele: Nach der fast vollständigen Aufsiedlung des Wohngebiets Allmendäcker I in Maichingen entwickeln wir derzeit mit Hochdruck den nächsten Bauabschnitt. Außerdem möchten wir das Eschenried-Areal mittelfristig zu einem gemischten Wohnquartier entwickeln.“

• Integration: „Eine Besonderheit unserer Stadt ist es, dass über die Hälfte der Einwohner einen Migrationshintergrund hat. In Sindelfingen leben Menschen aus rund 120 Nationen. Es gibt deshalb nicht viele Städte, in denen es passender wäre, sich über das Zusammenleben von Einheimischen und Zugewanderten Gedanken zu machen. Das Thema Integration ist durch die zunehmende Migration noch aktueller geworden.

Ein wichtiger Schritt für die gesamte Region

Auf der Grundlage der Erfolge der Vergangenheit und mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen ist es wichtig, unsere Integrationsarbeit fortzuschreiben. Ziel ist es, eine Strategie mit konkreten Maßnahmen für die Integrationsarbeit zu entwickeln.“

• Ausbau der A 81: „Erfreulicherweise voran geht es beim Ausbau der A 81 samt Überdeckelung. Zwar warten wir immer noch auf die Vorlage der Finanzierungs-Vereinbarung, aber im Juni letzten Jahres wurde das Planfeststellungsverfahren eingeleitet – ein wichtiger Schritt für die gesamte Region. Mit dem Planfeststellungsbeschluss rechnen wir dann in diesem Jahr und erhoffen uns den Baubeginn für das Jahr 2020.“

• Stadtverkehr: „Zusammen mit Böblingen möchten wir ein verbessertes und noch kundenfreundlicheres Angebot im Busverkehr ab Ende 2019 schaffen. Die Komplexität des Projekts ist sehr hoch, da unser örtlicher Busverkehr erstmalig europaweit ausgeschrieben werden muss. Das übernimmt der Landkreis für uns, ist aber für alle Neuland. Da gilt es, viele wirtschaftliche und juristische Parameter zu berücksichtigen. Und das Ganze kombiniert mit einer gleichzeitigen Neuordnung und Verbesserung der Linienführungen und Taktfrequenzen stellt einen Kraftakt für alle Beteiligten dar. Derzeit befinden wir uns in der Schlussphase in den Verhandlungen mit Böblingen. Dem Landkreis sind wir für seine Unterstützung dankbar – noch mehr allerdings, wenn er nicht über Fristen sinniert, die nicht mit den Stadtspitzen abgestimmt sind.“

Das wird wohl unser heikel-stes und teuerstes Projekt

• Sanierung der Marktplatz-Tiefgarage: „Ein wichtiges Thema, das uns einiges Kopfzerbrechen bereitet, ist die leider unumgängliche Sanierung der Marktplatz-Tiefgarage. Das wird die umfassendste Sanierung seit dem damaligen Neubau werden – wenn nicht gar ein kompletter Neubau. Und das wird wohl unser heikelstes und teuerstes Projekt der nächsten Jahre werden, auf das wir auch gerne verzichtet hätten. Die Details der verschiedenen Lösungsmöglichkeiten werden derzeit ausgearbeitet, aber klar ist, dass die Bauarbeiten eine Belastung für die Innenstadt werden. Wir arbeiten daher intensiv an der Frage, wie wir die Auswirkungen auf die Innenstadt möglichst klein halten können, und wie wir parallel belebende Maßnahmen ergreifen können, um die Attraktivität der Innenstadt auch in der Bauphase sicherzustellen.“

„Sindelfingen – gemeinsam bewegen“: Die Stadthalle war beim Neujahrsempfang bis auf den letzten Platz gefüllt. Bilder: Fotoknobi

Ein 27-jähriger Peugeot-Fahrer hat am Samstag auf der Mahdentalstraße in Sindelfingen beim Linksabbiegen in den Vogelhainweg einen entgegenkommenden Ford eines 30-Jährigen übersehen. Beim Zusammenprall wurden beide Fahrzeuge erheblich beschädigt. Ein im Ford mitfahrendes und ordnungsgemäß gesichertes 4-jähriges Kind wurde leicht verletzt. Der Sachschaden wird auf 7000 Euro geschätzt. - pb –

Die Big Band der Sindelfinger Musikschule unter der Leitung von Markus Nau ist immer ein Garant dafür, dass Schwung in die Bude kommt. Weil mit der Sängerin Gudrun Egle, Lehrerin an der internationalen Schule, und dem Klassiker „Sir Duke“ von Stevie Wonder schon Glanzpunkte gesetzt wurden, konnte es das Publikum gerade noch verschmerzen, dass der Radetzky-Marsch in diesem Jahr als Finale ausfiel.

* * *

Eindrucksvoll auch der Auftritt der Air-Cracks unter der Leitung von Jürgen Reidelbach. Die Turner, unter anderem vom VfL Sindelfingen, wirbelten auf der Stadthallen-Bühne, wie Fabian Hambüchen um die Reck-Stange.

* * *

Und die jungen Tänzer und Sänger aus der Musical-AG der Realschule Hinterweil brachten bei ihrem Ausflug ins 19. Jahrhundert Graf Dracula und Vampire mit auf die Bühne.

* * *

Ebenfalls mit von der Partie waren Schornsteinfeger Detlev Lissner, das Duo Tobias Götzmann und Igor Petrov sowie die Sternsinger aus den katholischen Kirchengemeinden.

Die Air-Cracks machten in der Stadthalle große Sprünge.

Es war eine ganz normale Sprinteinheit am vergangenen Freitag, nach dem Einlaufen und ein paar kurzen Antritten gab Tobias Dahm in der Stuttgarter Molly-Schauffele-Halle richtig Gas – und fand sich plötzlich auf dem Boden wieder. „Meine Achillessehne ist mir ohne Vorankündigung gerissen. Ich habe meinen Fuß ganz normal aufgesetzt und keinen Fehler gemacht“, sagt der Sindelfinger.

Nach einer guten Vorbereitung auf die Hallensaison ist Dahm nun wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. „Ich war sehr gut drauf. Meine Werte waren auf dem Niveau von Rio, ich wollte in der Halle nahtlos anknüpfen und jetzt hat es mich voll erwischt.“

Gleich an Neujahr ging es auf Krücken ins Ulmer Bundeswehr-Krankenhaus, vor einem guten Jahr wurde hier schon Arthur Abele nach seinem Achillessehnenriss operiert. Der erfolgreiche Zehnkämpfer, ehemals im Sindelfinger Trikot unterwegs, kam blitzschnell, nach nur acht Monaten, und stärker als je zuvor zurück.

Für Tobias Dahm heißt es nun abwarten, ob der Heilungsprozess ebenso gut erfolgt. Die Operation am Montag verlief erfolgreich, die Sehnenenden konnten wieder miteinander verbunden werden. Allerdings ist die Sehne relativ hoch, nahe des Wadenmuskels abgerissen. Zur Wundversorgung muss der 29-Jährige nun noch einige Tage im Krankenhaus bleiben, dann heißt es weitersehen für den Olympiateilnehmer, der im letzten Jahr die beste Saison seines Lebens zeigte.

Zum ersten Mal bezwang Dahm die 20-Meter-Marke, belegte bei den Europameisterschaften Platz acht und durfte an den Olympischen Spielen teilnehmen. So soll es, spätestens im Jahr der Heim-EM in Berlin 2018 weitergehen.

Deswegen schaut Tobias Dahm nach vorne und denkt schon an die kommenden Herausforderungen im Training. „Ich muss auf jeden Fall neun Wochen lang diesen Spezialschuh tragen, den Oberkörper kann ich wohl weiter trainieren. Außerdem ist es zumindest mein linkes Bein. Damit muss ich nur stemmen, mit dem anderen kann ich eventuell noch weiter arbeiten.“

Seinen Kampfgeist hat der Kugelstoßer auf jeden Fall nicht verloren: „Ich werde weitermachen, kämpfen und versuchen nach der Zwangspause noch besser zurückzukommen.“

Darauf hofft auch VfL-Abteilungsleiter Markus Graßmann: „Wir drücken Tobias alle die Daumen, dass er schnell wieder auf die Beine kommt. Es ist die erste schwere Verletzung für ihn. In den zehn Jahren im VfL-Trikot hatte er bisher noch keinen Wettkampf verpasst.“

Der Sindelfinger Kugelstoßer Tobias Dahm nach der Operation im Ulmer Bundeswehr-Krankenhaus. Bild: z

Antonino Chifeci wurde im Oktober 1941 in einem kleinen Dorf in der Nähe von Palermo auf Sizilien geboren. Im selben Dorf kam am 13. August 1943 seine heutige Frau Concetta auf die Welt.

Ihn verschlug es im Alter von 19 Jahren nach Deutschland. Am 13. Mai 1961 kam er an und schon fünf Tage später arbeitete er bei Daimler. Dort wurde er ausgebildet und verbrachte in diesem Betrieb sein gesamtes Arbeitsleben, welches 1997 mit dem Vorruhestand endete. Seine Frau Concetta arbeitete bis zu ihrer Pensionierung 2001 32 Jahre lang beim Daimler.

Kennengelernt und verliebt haben sich die zwei (Bild: Schönberger) aber schon in Italien in der Schule. 1965 fand die Verlobungsfeier statt, am 7. Januar 1967 heiratetet das Paar auf Sizilien. Dort herrschen eigentlich auch im Winter milde Temperaturen – doch prompt zum großen Tag der Chifecis schneite es. „Die Hochzeitsgesellschaft hatte Mühe, in ihren nicht dafür ausgerüsteten Autos überhaupt zusammenzufinden“, sagt Antonino Chifeci. Der geplante Autokorso nach Palermo musste ausfallen, erinnert sich das Ehepaar.

Nach der Hochzeit wohnten die beiden in Darmsheim, 1978 zogen sie um in die Viehweide in Sindelfingen. Seit 1997 leben die Chifecis in der Sindelfinger Pfarrwiesenallee.

Antonino Chifeci ist ein sehr aktives Mitglied im Italienischen Verein in Sindelfingen und schon seit der Gründung 1989 mit dabei. Inzwischen ist er seit 16 Jahren Vorsitzender. Unter seiner Führung zog der Verein vor drei Jahren von der Bahnhofstraße in die Wurmbergstraße in Sindelfingen.

Inzwischen verbringen die beiden sehr viel Zeit mit ihren Enkeln, die zum größten Teil in derselben Straße wohnen. Und sie freuen sich immer noch, wenn alle sonntags zum Mittagessen zusammenkommen.